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30 Seconds To Mars, Wien Stadthalle (26.11.2011)

Wien. Gut. Keine Unterkunft suchen, weil viele Freunde und Verwandte. Gut. Mit dem Zug von Graz anreisen, sollte auch kein Problem sein. HA! Nachdem der Zug die hoffentlich grausamste Verspätung des Jahres hatte, kamen wir (wir: wieder meine Schwestern und ich) kurz vor sechs Uhr zur Stadthalle. Davor natürlich schon eine wahnsinnig lange Schlange von frierenden, begeisterten und quatschenden Menschen.

Dank dem Typen hinter uns (er war sehr nett und man konnte gut mit ihm plaudern, er bleibt aber leider: der Typ ohne Name, weil wir ihn gleich aus den Augen verloren) verging die Wartezeit auch ziemlich schnell. Saublöd: Kurz bevor wir durch den Haupteingang hineinkommen konnten, öffneten diese unglaublich gut organisierten Wappler (ich weiß nicht, ob es dafür einen deutschen Ausdruck gibt) die Nebeneingänge, sodass die Leute, die noch später als wir dran waren, vor uns in die Halle durften. Frechheit!

Wir standen also diesmal ziemlich weit hinten, drängten uns aber im Laufe des Abends bis zur (zweiten?) Absperrung vor. Wir sind, wie ich vielleicht schon einmal erwähnt habe, leider recht klein (Memo an mich:  für meine Kinder Wachstumsgene von außerhalb besorgen) und konnten nur einige Male die Gestalt auf der Bühne verfolgen. Als Jared dann mitten im Publikum (natürlich nicht mitten) auftauchte, ging es etwas leichter.

Die Show selbst war um Längen besser als damals in Innsbruck. Am Anfang hat Jared hauptsächlich uns singen lassen, seine Stimme ist mittlerweile vollkommen ruiniert. Ich dachte ehrlich, er schafft es nicht bis zum Schluss, hat aber irgendwie funktioniert. Um uns herum war auch die Stimmung sehr gut – was vermutlich auch an uns gelegen hat 😉 wenn wir drei mal auf hysterisch machen, wirkt es leicht ansteckend – und Jared war einfach tausendmal besser drauf als in Innsbruck. Dass Hurricane nur abgespielt wurde, machte mir gar nichts, ich entdecke bei dem Video jedes Mal etwas, was ich noch nicht gesehen habe, und wenn es nur einige Sekunden sind. Ich hatte auch das Gefühl, dass die Leute um mich herum zusahen, als sähen sie es zum ersten Mal: sehr gespannt und mit Zusammenzucken und so. Die Stimmung litt jedenfalls nicht (oder nicht sehr) darunter.

Trotzdem wir so wenig gesehen haben, passte diesmal die Show und das Feeling war auch hinten okay. Was ich an meinen Schwestern gut finde: ich muss jetzt nicht mehr übersetzen, sie kapieren Jareds Sprache, können über alles Lachen, was er sagt. Die quietschenden Mädchen hinter uns, fragten bei der Aufnahme später andauernd: „WAS? Was? Wie hat er das gemeint?“- und das verhaut einem alles (wenn man darauf antworten muss).

Ich hatte auf jeden Fall eine gute Zeit.

30 Seconds To Mars in Innsbruck (Olympiahalle, 12.6.11)

Die langsame und qualvolle Fahrt von Klagenfurt nach Innsbruck will ich euch nicht weiter schildern. Nur so viel: Regen, enge Bundesstraßen, bergauf mit vollbesetztem, leistungsschwachem PKW. In Innsbruck schien die Sonne. Die Fahrt dauerte um die sieben Stunden! Als wir ankamen, waren meine Schwester und ich erschöpft und müde und sehr erstaunt. Vor der Olympiahalle saßen nämlich schon Leute herum. Und gar nicht mal so wenige.

Unser erster Gedanke: Gott, wie verrückt! Unser zweiter Gedanke: Setzen wir uns dazu! Während Sabrina und ich im Halbschlaf durch Babybaumschatten einen Sonnenbrand vermeiden wollten, erkundeten die anderen beiden die Gegend.

Nach einiger Zeit verschwanden sie durch eine Tür, was natürlich einige Unsicherheit bei uns draußen schlafenden auslöste, besonders, als sie nicht mehr zurückkamen. Nicht im mmindesten ausgeschlafen, aber schon ein bisschen aufgeregt, drängten wir uns also auch durch die Tür und wurden von Polizisten in Schach gehalten. Dabei waren wir eh so brav.

Dafür standen wir ziemlich weit vorne, als wir endlich hinein durften. Als „Vorband“ war ein hüpfender DJ, der mein Kopfweh verschlimmerte. Unglaublich wie sich die Zeit in die Länge ziehen kann, wenn man mit schlechter Musik (also known as Krach) gequält wird.

Noch kurz zur Show. Ich genieße es natürlich, von 2-Meter-Riesen zertrampelt, von kleinen Mädchen zerquetscht und zur Taubheit gequietscht zu werden. Wirklich. Aber ich sage euch was: Die Burschen lassen nach. Jahrelanges ständiges Touren ist halt doch etwas anstrengend und gesundheitsschädigend. Und das merkt man als Zuschauer. So sehr ich sie auch liebe, und so sehr ich es liebe, sie live zu sehen: Macht eine Pause!

Es ist noch immer eine wirklich gute Show und die Stimmung war auch Wahnsinn, nämlich durchgehend. Ich habe lieber mehr akustisch, lieber mehr persönlich, lieber mehr … kleiner. Na ja. Ein anderes Mal vielleicht.

Was ich immer vergesse: Die Hitze. Der Schweiß klebt, das Gewand klebt, Papierschnitzel kleben überall an der Haut und es wird erst besser, wenn man dann im Freien steht.

Vielen Dank an den Riesen, der vor mir gestanden hat. Nachdem er mir mit seinem Arm die Kehle eingedrückt hatte, konnte ich nach ein paar Sekunden wieder normal atmen und nach einer halben Stunde wieder reden. Kein Problem; schon verziehen.

Die Rückfahrt über die Autobahn hat übrigens nur fünf Stunden gedauert – genau gar kein Verkehr. Obwohl wir danach wirklich ausgepowert waren, habe ich mir nie gedacht: Bleiben wir stehen und schlafen erstmal. Wie gesagt, um vier Uhr morgens waren wir wieder zu Hause. Trotzdem: Ziemlich viel Autofahren für zwei Stunden Glück. Was macht man nicht alles …?

30 Seconds To Mars am Frequency (St.Pölten)

Diesmal war es mein Bruder, der mir die Karten zum Geburtstag geschenkt hat. Mein Bruder ist ein guter Begleiter für Konzerte und besonders Festivals, weil er so groß ist. Mein Bodyguard.

 
 

Vorher:

Die Hinfahrt war schon einmal nervig. Wir sind am Westbahnhof in einen Regionalzug gestiegen, der außer in ein, zwei Stationen überall stehen blieb. Das war langweilig.

Im Shuttlebus vom Hauptbahnhof zum Festivalgelände haben einige Typen schon zum Grölen angefangen. Wir steigen aus und alle laufen in verschiedene Richtungen davon. Wir haben ein paar Minuten gebraucht, bis wir wussten woher wir Karte gegen Armband tauschen können.

Nebenbei bemerkt war es der heißeste Tag seit Wochen, 30 Grad (keine Klimaanlage im Zug, aber die Fenster konnte man öffnen).

Die erste Bühne, die wir von nahem sahen, war jedenfalls die Green Stage. Das erste, was wir taten, war etwas zum Trinken zu kaufen. Leider beim Coca-Cola-Stand direkt bei der Green Stage. Und die Becher von dort kann man nur wieder dort zurückgeben, wie wir im Laufe des Abends erfahren haben. Na ja, wir sind immer hin und her gegangen, weil nicht auf einem Fleck stehen wollten und uns die Musik auf beiden Bühnen nicht ganz zusagte. Nicht schlecht, aber eben auch nicht wirklich zum Mitmachen. Es spielten Bands, von denen ich noch nie etwas gehört hatte und durch das Hin- und Hergehen zwischen der Race und der Green Stage hörten wir von allen ein bisschen etwas.

Laut Plan waren das zum Beispiel Eternal Tango, Archive und Johnossi bis wir dann bei Zoot Woman schließlich einfach bei der Race Stage stehen blieben. Mit der Sonne im Gesicht. (Man dankt dem Erfinder der Sonnenbrille)

Vor uns die Absperrung, hinter mir ein Mädchen das sein Bier über meine Beine verteilt hat. Grrrr!

 
 

ENDLICH:

Aber endlich, endlich kam … der Schatten auch zu uns. Und es wurde Zeit für Thirty Seconds to Mars.

Ein paar Typen vor mir (vor der Absperrung) standen in letzter Minute auf und waren tatsächlich so groß, dass sie mir trotz den Metern zwischen uns die Sicht versperrten.

Ich konnte nur noch Shannon sehen (was mir eh am liebsten ist- wäre ich hysterisch genug um einen Favoriten zu haben, wäre Shannon mein Liebling 😉 ), aber wozu wird gefilmt und auf Leinwände projiziert?

 
 

Die Stimmung um mich herum war genial. Es waren die meisten der bekannteren Sachen dabei wie Night of the Hunter, A beautiful Lie, Search and Destroy, Closer to the Edge, Kings and Queens usw.

Aber: war viel zu kurz. Kein The Kill und nur 100 Suns akustisch. Viel zu wenig. Knappe Stunde, mehr nicht. Kings and Queens macht irgendwie traurig, weil man weiß: jetzt ists aus.

 
 

 
 

Für mich ein wirklich guter Tag, besser als erwartet.

30 Seconds To Mars im Gasometer (Wien)

Besessen zu sein hat Vor- und Nachteile. Vorteil ist, dass man  immer rechtzeitig Konzertkarten kauft, weil man immer genau weiß, wer wo wann ist. Nachteil ist, dass man zwei Tage vorher schon Probleme beim Einschlafen hat und den ganzen Tag lang nicht mehr stillsitzen kann. Was besonders dann blöd ist, wenn man Vorlesungen besuchen muss. Und so furchtbar interessant Marshall McLuhan und Walter Benjamin auch sind, eineinhalb Stunden können sich ziehen…. Endlich Class Dismissed. Endlich hinaus. Endlich Sonne!

Etwa eine halbe Stunde sind wir draußen gestanden, mit Musik von Youno versorgt worden und ich werde nie verstehen, warum nur die Seiteneingänge geöffnet werden, wenn so viele Leute schon bei der Vorgruppe hineinwollen. Vorgruppen, übrigens. Mir persönlich hat Street Drum Corps besser gefallen als Carpark North, die allgemeine Stimmung war aber eher auf die Dänen gerichtet.  Wenn Füße schon vor dem Beginn wehtun, wird das im Laufe des Abends auch nicht mehr besser. Und warum stehen vor mir immer Riesentypen, die mir mit ihren gigantischen Latschen auf meine Winztreter hüpfen?

Nach drei Monaten warten begann es mit Night oft the hunter und endete mit Kings and Queens. Und nach drei Monaten Vorfreude ist es jetzt tatsächlich vorbei. 😦 Es war toll, falls es jemand anzweifelt.

Als Jared sagte: „Alle machen jetzt drei Schritte vor!“ wollte ich ihm am liebsten den Kopf abreißen. Wien hats ihm gedankt und ihm das T-Shirt weggerissen. Das hat er jetzt davon. Nur so am Rande: Ja, ich habe mich geschämt, als ein paar fussballverliebte Typen tatsächlichen „Immer wieder“ gegrölt haben. Gibt’s echt nichts Österreichischeres?

Gänsehautstimmung kam bei Revenge auf (echte Gänsehaut nicht, dazu war´s viel zu schwitzig). Wer so heiser ist, und dann noch immer so hoch singen kann, ist entweder verrückt oder richtig gut. (Natürlich war es hier etwas von beidem).

Enttäuschend war für mich irgendwie Tomo. So präsent er bei Interviews auch ist, so unscheinbar ist er am Rand gestanden. Schade.

Shannon wie immer in Trance- ihn zu beobachten ist alles Geld der Welt wert.

Gute Nacht.

http://thirtysecondstomars.thisisthehive.net/blog/

http://www.myspace.com/streetdrumcorps

http://www.myspace.com/carparknorth

„This Is War“ von 30 Seconds To Mars

Mit ihrem – erst dritten- Studioalbum ist 30 Seconds To Mars etwas gelungen, was noch nie zuvor da war. Als ich das Album zum ersten Mal hörte, dachte ich- meine Güte, was ist passiert?!?!? Natürlich habe ich trotz des relativ schlechten Vorgeschmacks alles auf meinen MP3-Player geladen und nochmal durchgehört. Und dann war es plötzlich da: Gänsehautkribbeln. Äußerst angenehm übrigens.

Die Gänsehaut kam beim erstmaligen hören von „100 Suns“ und beim zweitmaligen Hören von „Hurricane“. Man stelle sich vor, ich, ganz allein am Bahnhof, zitternd. Und dann diese Musik. Wuuuu.

Mich beeindruckt die Musik ja meistens nicht. Meist beeindrucken mich die Texte. Und das ist diesmal auch gelungen. Einige besondere Stellen könnt ihr dann ja auch unter Lyrics nach lesen. Hier vorneweggenommen:

Der Song „Stranger in a strange land“ beginnt mit den Worten: „Enemy of mine / I fuck you like a devil“ . ^^ Oder auch „100 Suns“, da heißt es nämlich: “I believe in nothing / not in sin and not in God / I believe in nothing / not in peace and not in war”. Meine erste Gänsehaut bekam ich allerdings an dieser Stelle: “Tell me would you kill to save a life? / Tell me would you kill to prove you´re right?”, die ja aus “hurricane” ist.

Sehr froh war ich allerdings, dass die Albumversion frei von dem Spinner Kayne West ist, seine „Hurricane“-Version klingt nicht so gut, aber auf YouTube könnt ihr sie natürlich hören.

Was einfach toll klingt, sind die Fans, die die Backroundvocals übernehmen, was nur –seltsamerweise- leicht an ein Livekonzert erinnert.

Was ich am Vorgängeralbum „A Beautiful Lie“ so mochte, war, dass kaum Elektronik drin war. Im Debütalbum war einiges an Gemixe drin, so auch hier. Ich konnte mich aber schon daran gewöhnen.

Denn eigentlich ist es ein Soundtrack zu einem bisher noch nicht gedrehten Film. So klingt es. Episch und motivierend.

Band:

Jared Leto: Vocals, Guitar

Shannon Leto: Drums

Tomo Milicevic: Guitar, Keyboard

Immer wieder: Tim Kelleher am Bass

CDs:

30 Seconds To Mars (2003)

A Beautiful Lie (2005)

This is War (2009)

Tour:

19.3.2010 Wien, Gasometer

21.3.2010 München, Zenith

22.3.2010 Mailand, Palasharp

23.3.2010 Zürich, Volkshaus

Weiteres:

Deutsch: http://www.jaredleto-germany.de/

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