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Wochenrückblick – KW 13 – 23. bis 29. März

Diese Woche war ich nicht besonders motiviert. Es ist ein bisschen Alltag eingekehrt. Ich habe seit 10 Tagen mit niemandem mehr geredet. Das liegt vor allem daran, dass ich nicht gerne telefoniere.

Ich unterschätze die Aufträge für den einen Unikurs, der online umgesetzt wurde, noch immer. Ich verbringe meist drei ganze Arbeitstage mit dem Lesen der Texte und dem Versuch, die Fragestellungen zu bearbeiten. Wenn ich mehr Stress hätte, würde ich das bestimmt effizienter machen. Schlechter auch, aber eben schneller.

In einem Anfall von Wahnsinn habe ich am Montag beschlossen, meinen Schreibtisch umzuräumen und es war zwischenzeitlich ein Desaster. Aber jetzt schaut es besser aus und ich mag es. Ich habe dazu zwei Kisten unter meinem Bett hervorgeholt, einige Dinge darin verschwinden lassen und andere Dinge herausgeholt. Ich finde es schön, wenn ich Dinge nach Jahren wiederfinde.

Nur kurz Schreibtisch aufräumen….

Dann habe ich lange Zeit damit verbracht, mein Buch „Überbrücken“ als Hörbuch aufzunehmen. Das hat mit dem neuen Mikrofon gut funktioniert. Das Hörbuch wird über den Verlag veröffentlicht, also braucht das noch eine Weile.

Schreibtechnisch ist diese Woche nicht sehr viel weitergegangen. Minimum, würd ich sagen.

Dann habe ich Jumanji angeschaut, das echte, mit Robin Williams. Die Hunger Games und Catching Fire waren auch mal wieder dran. Und eines Abends war mir tatsächlich nach Mission Impossible: Fallout. Ich liebe Actionfilme, aber Tom Cruise ist so unsympathisch, deshalb habe ich bisher dankend verzichtet. Ich fand es nicht so spannend, hab aber schon viel Schlechteres gesehen.

Jeden Tag mache ich jetzt ein Tanz-Workout. Nicht immer nur Bauchtanzen, manchmal ist mir das zu wenig. Manchmal muss ich dabei springen und ich beneide die Nachbarn unter mir nicht.

Am Freitag habe ich endlich einen Kuchen gebacken, darauf hatte ich schon tagelang Lust (nicht unbedingt aufs Backen, aber aufs Essen). Ich esse ein oder zweimal am Tag, habe nie wirklich Lust, irgendwas zu kochen. Also esse meistens was Schnelles: Nudeln, CousCous, Toast, Salat, Tiefkühlgemüse.

Kuchen (ohne Milch und Ei, deshalb nicht besonders fluffig, aber gut)

Ich habe einige Sachen beim Gramm bestellt, das könnt ihr hier (Kosmetik, Hygiene, Lebensmittel, es gibt auch Kleidung – für Lottogewinner).

Außerdem habe ich die drei kaputten T-Shirts und die kaputte Pyjamahose endlich genäht und die Jeans gekürzt. Das sind die Dinge, die man immer aufschiebt und sich nie Zeit nimmt. Hat eh nur drei Stunden gedauert! Pff! Eine Nähmaschine kommt auch noch auf die To-Buy-Wenn-Rich-Liste!

Apropos rich! Ich schaue immer wieder den YouTube-Kanal Architectural Digest, da machen sie so Immobilienmaklertouren durch Mansions in Bel Air oder so. Also wenn ihr wirklich mal reich seit, könnt ihr euch dann um schlappe 55 Millionen Dollar so ein Haus leisten. Ich bewundere dort immer die Häuser, hole mir Sims-Inspiration und staune wie viel Hässlichkeit kostet (Die Inneneinrichtung ist meistens voll schiiiiach).

Romantisch wie ein Stein oder Literaturnachhilfe

Überall stehen Menschen, die Blumen verteilen. Ich denke mir „Wie oft im Jahr ist eigentlich Valentinstag?“ und nehme die Blume entgegen. Nein, es ist Weltfrauentag. Zeit, sich darüber Gedanken zu machen.

Eine kleine Aufmerksamkeit, die man nicht braucht, ist einfach nicht so schön, wie etwas, dass man immer schon wollte. Aber deshalb heißt das nicht, dass wir den Penisträgern dieser Welt die Blumen wieder zurückschmeißen. Nein. Wir lächeln und danken und denken „Wohin mit dem Scheiß?“

Ein paar Leute haben sich beschwert, dass ich so unromantisch bin. Und die haben Recht.

Ich bin die, die sich bei Kussszenen noch mal Chips holt. Ich bin die, die sagt: „Romeo und Julia ist doch keine Liebesgeschichte. Sechs Leute sterben in drei Tagen, weil alle sich lieber hassen als miteinander zu reden.“ Ich bin die, die feststellt: „Hey, wenn Rose jetzt in dem Boot sitzen geblieben wäre, hätte Jack den ganzen Scheißkasten für sich gehabt.“

Ich mach das nicht absichtlich, so was passiert mir.

Aber ich gebe den Disneyfilmen und den Büchern die Schuld. Weil alle Lehrer*innen uns ein völlig falsches Bild der Geschichten vermitteln wollen. Dauernd wird soviel hineininterpretiert. Aber jetzt bin ich ja da, und kann das grade biegen.

Literaturnachhilfe.

Nibelungenlied: Siegfried badet sich nicht gründlich genug, deshalb sterben aus Gier und Rache drei Königshäuser aus.

Romeo and Juliet: In drei Tagen sterben sechs Menschen, weil sich alle hassen.

Die Leiden des jungen Werthers: Sie liebt dich nicht. Töte dich bitte früher.

Leutnant Gustl: Er hat dich beleidigt. Töte dich oder töte ihn, aber tu endlich etwas!

Notre Dame de Paris: Domprobst Frollo ersticht Hauptmann Phoebus, die Zigeunerin Esmeralda wird dafür verhaftet und eingesperrt. Quasimodo kann sie nicht vor der Hinrichtung retten und stirbt in ihrem Grab.

Heidi: Niemand möchte ein Waisenkind großziehen. Weil sie so lieb und verrückt ist, wollen schließlich alle das Waisenkind behalten.

Pride and prejudice: Töchter haben kein Geld, alle hassen sich, Töchter verlieben sich, alle heiraten.

Sense and sensebility: Töchter haben kein Geld, alle hassen sich, Töchter verlieben sich, alle heiraten.

Anne of Green Gables: Niemand möchte ein Waisenkind großziehen. Weil sie so lieb und verrückt ist, wollen schließlich alle das Waisenkind behalten.

Der Hobbit: Zwerge wollen zu einem Berg und sind zu blöd, um den Adlern zu sagen, wo sie hin wollen. Alle kämpfen, viele sterben.

Der Herr der Ringe: Hobbits, Menschen und Zwerge sind zu blöd, um den Adlern zu sagen, wo sie hinwollen. Alle kämpfen, viele sterben.

Harry Potter: Du bist ein Zauberer, Harry. Alle kämpfen, viele sterben, alle heiraten.

Hunger Games: Präsident Snow steckt Kinder in einen Wald, um ihnen beim Sterben zusehen zu können. Zwei überleben.

My sisters keeper: Anna ist das Ersatzteillager für ihre Schwester. Sie will das nicht mehr und verklagt ihre Eltern. Anna stirbt bei einem Autounfall, ihre Schwester bekommt ihre Niere und überlebt.

The book thief: Liesls Pflegeeltern verstecken einen Juden im Keller. Liesl stiehlt Bücher und liest sie im Keller. Bombe fällt auf Haus, alle sterben, außer Liesl.

–> Memo an micht: Immer zum Lesen in den Keller gehen.