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History Slam – „Liebe Irene“ von Kathi Rea

Habt ihr das History Slam- Video der Woche schon gesehen? Im Workshop haben wir Kathi Rea kennengelernt, eine Grazer Künstlerin, die sich intensiv mit der Schriftstellerin Irene Ransburg (1898 – 1944) beschäftigt hat.

Und hier noch ein paar Links, damit ihr euch weiterklicken könnt:

Hier findet ihr alle Videos vom History Slam, jede Woche ein neues: https://www.youtube.com/channel/UCQgsL6NYDT38kR0P8Jlo1Gg

Seht euch noch mehr Kunst von Kathi Rea an: https://www.facebook.com/themoonlightriver/?ref=py_c

Hier sind die Hintergrundinfos: https://www.facebook.com/…/a.726998954…/760079534577197/

Die Stolpersteine gibt es in vielen europäischen Städte. Sucht mal in eurer Stadt. Irene Ransburgs war der erste Stolperstein in Europa, der in Brailleschrift gemacht wurde. Hier gibts eine Übersicht von allen Stolpersteinen, die in Graz verlegt wurden: http://www.stolpersteine-graz.at/stolp…/ransburg-irene/…

[Neuer Text + Video] Tanz!

Manchmal, wie die letzten drei Tage, sitze ich in meiner Wohnung und weine die ganze Zeit. Es hat Gründe, meines Erachtens sind es sogar sehr gute Gründe. Und heute ist so ein Tag, wo ich der Meinung bin, dass irgendwann der Tag kommen wird, wo sich alles auszahlt. All das Planen und Rechnen und Termine einhalten und die Tests und die Gespräche und die neuen Versuche werden irgendwann aufhören. Und dann werde ich einen Schritt weiter sein und glücklich darüber. Und dann werden all die Tränen und das Warten und Zweifeln vorbei sein und alles wird es wert gewesen sein.

Aber heute ist eben auch ein Tag, wo es noch nicht soweit ist. Und deshalb kommen mir schon wieder die Tränen.

Und manchmal gibt es Tage, wo ich mich nicht aufraffen kann. Tage, an denen ich keine Hoffnung sehe. Und dann ist es immer wichtig, dass ich mich an irgendetwas festhalten kann. Meistens ist das das Schreiben oder eine andere Ablenkung, wie zum Beispiel Musik!

Ich hoffe, euch gehts gut.

„529“ von Christine Teichmann – History Slam Online

Es ist immer schade, wenn eine Veranstaltung, in die man schon viel Zeit und Organisation investiert hat, nicht stattfinden kann. Das ist jetzt schon der zweite Grazer History Slam, den wir ca zwei Wochen vorher absagen müssen.

Ich bin froh, dass, wie auch letztes Mal, der dazugehörige Workshop noch abgehalten werden konnte.

Diesmal haben wir die Veranstaltung ins Internet verlegt und nicht komplett absagen müssen. Die Interviews und die Performances werden von Florian Supé und Christine Teichmann aufgenommen und von mir zusammengeschnitten, zu einem lieben, kleinen Video, das ihr euch bequem von zu Hause aus anschauen könnt.

Überall sagen die Leute, Kunst und Theater triffts am härtesten, und alles wird verboten, auch wenn es keine Cluster gibt, weil sich alle an die Hygienekonzepte halten. Aber ich verstehe auch, dass man eben lieben in Sicherheit bleibt, mit den Menschen, die man sowieso schon angesteckt hat, als rauszugehen und noch mehr Viren zu verbreiten. Das ist klar, dass Kunst und Kultur da als erstes wegfallen, weil man vieles eben auch von Zuhause aus genießen kann. Wenn man kann.

Mir fällt es immer schwerer, Inhalte zur Verfügung zu stellen, weil der kreative Input fehlt. Am meisten werde ich noch immer durch andere Texte und Menschen inspiriert. Und wenn ich zu Hause hocke und lese, dann werde ich eher an meinen großen Buchprojekten weiterschreiben, als kurze Minitexte zum sofort Veröffentlichen.

Dazu kommt, das die normalen Geldeinnahmequellen versiegen. Drei Workshops hätte ich im November gehabt, die wahrscheinlich eh nach irgendwann verschoben werden, aber man spürts. Ich hab während der letzten dreißig Jahre gelernt mit Geld zu jonglieren, ich bin es gewöhnt, aber irgendwie hab ich heute keine Lust auf „Kein Geld, kein Geld, kein Geld!“ Wenn ihr mir helfen wollt, klickt rechts oben: Ko-fi. Danke!

[Video + Text] Bereit für alles!

Den Text „aneinander gekettet“ schrieb ich im Oktober 2010. Es schien mir passend, ihn jetzt wieder hervor zu kramen. Es geht vor allem um Bücher, und natürlich darum, dass uns Medien so leicht verarschen können, weil wir nicht selbstständig denken wollen. Natürlich geht es auch darum, dass Wissen allen zugänglich sein sollte und sowieso kostenlos.

Der Originaltext ist hier: „Aneinandergekettet“.

[Text+Video] Jeder an seinen Platz I + II

Im Sommer 2011 habe ich mich oft tagelang in der Hauptbücherei Wien verkrochen und den ganzen Tag gelesen. Die gesamten Werke von Erich Kästner oder Gedichtbände von Federico García Lorca zum Beispiel. Sprachlich hat mich das sehr verwundert, und ich musste natürlich gleich ausprobieren, wie das klingt, wenn ich das versuche. Also hier kommen ganz alte Texte zum Anschauen für euch.

Den Text zu „Jeder an seinen Platz I“ findet ihr hier: Jeder an seinen Platz

Den Text zu „Jeder an seinen Platz II“ findet ihr hier: Jeder an seinen Platz II

Sims4 – Bauen- inspiriert vom Landgraab Chateau

Ich spiele seit Jahren die Sims. Schon von der ersten Version weg. Meistens baue ich Häuser und habe dann nicht mehr das Interesse mit Sims darin zu spielen. Also baue ich Haus um Haus um Haus – und lösche alles wieder und fange von vorne an.

Die Sims4 mag ich aus verschiedenen Gründen nicht so gerne wie 2 und 3, aber es gibt natürlich auch viele Dinge, die sich zum Guten verändert haben.

In Sims3 gab es im Pack „Reiseabenteuer“ das Urlaubsziel Paris und dabei ein mit Fallen gespicktes, riesiges Haus, das Landgraab Chateau. Immer wieder habe ich versucht, es nachzubauen. Da die Sims3 nicht mehr auf meinem Computer funktioniert, habe ich das Haus schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Und trtzdem habe ich versucht, es wieder einmal, diesmal in Sims4 nachzubauen. Es ist auch in der Gallery hochgeladen, ihr könnt es downloaden, um es euch genau anzuschauen. Einen Blick hinein gibt es in diesem Video.

Diesmal habe ich es nicht wie ein geheimnisvolles, altes Haus gebaut, sondern als Familienhaus. Es hat alles, was man sich nur vorstellen kann, und kann über den Keller noch erweitert werden. Es kostet über eine Million $ und braucht ein 64×64 Grundstück. Es hat 6 Schlafzimmer und 11 Badezimmer, 2 Küchen, 2 Pools (innen und außen), einen Wintergarten und ein Gewächshaus. Derzeit ist ein Baby- und ein Kleinkindzimmer eingerichtet, aber das kann ja ganz leicht verändert werden.

Diese großen Häuser sind eigentlich viel zu groß, um ohne Bedürfnischeats darin zu spielen, da die Wege so lange sind, dass die Sims sofort müde oder hungrig werden, sobald sie von einer zur nächsten Aktivität gehen.

Es heißt „Landgraab Chateau Again“ und ist auch mit diesem Hashtag zu finden. Mein Simmername lautet PatRad1 und ihr könnt euch natürlich auch meine anderen Häuser anschauen. Ich habe es sehr genossen, es zu bauen und wünsche euch viel Spaß damit.

Frohe Ostern! (Wochenrückblick – KW 15 bis 12. April)

Frohe Ostern! Das ist das erste Mal, dass ich zu Ostern nicht zu Hause bin. Wir haben ein paar Traditionen, die wir jedes Jahr machen, am wichtigsten ist eigentlich das Essen.

Unser Schlemmfest beginnt am Gründonnerstag mit Spinat und Bufesen oder Pofesen oder wie auch immer ihr es schreiben wollt. Spinat ist dabei sehr wichtig! Wir waren so ziemlich die einzigen Kinder, die gerne Spinat gegessen haben – wahrscheinlich weil Mama gesagt hat, wir sollen Spinat einfach wie Ketchup verwenden. Wenig davon auf den Teller und dann eintauchen. Und dann braucht man immer mehr. Mittlerweile essen wir auch Spinat ohne alles.

Samstagabend folgt dann die Osterjause. Und es gibt noch ein paar Highlights, auf die ich jetzt nicht eingehen will, die aber großartig sind.

Jedenfalls kann ich nicht groß aufkochen, weil ich alleine bin. Ich habe weder das Geld noch die Lust, um tolle Sachen nur für mich alleine zu machen. Dazu ist es mir einfach nicht wichtig genug. Hier habe ich aber ein Video gemacht, während ich die Pofesen hinausbacke. Ihr könnt es ganz leicht nachmachen.

Meine Schwester hat mich Sonntagfrüh allerdings per Videotelefonie angerufen und ich konnte meinen Neffen und meine Eltern bei der Suche nach Süßigkeiten durch den ganzen Garten verfolgen. Wenn man erwachsene Kinder hat, können die nämlich abwechselnd verstecken und so kommen die Eltern auch zum Suchen! #guteidee

[Poetry Slam] Kaspar (nach Peter Handke)

Heute gibts mal ein Video.

Für die „Lange Handke Nacht“ am 18. Dezember 2017 durfte ich Peter Handkes Werk „Kaspar“ neu interpretieren.

Kaspar

K steht da. Verwundert. Verwirrt.

Ich möchte ein solcher werden wie einmal ein andrer gewesen ist.

(beharrlich) Ich möchte ein solcher werden wie einmal ein andrer gewesen ist.

(Frage) Ich möchte ein solcher werden wie einmal ein andrer gewesen ist.

(freudig)Ich möchte ein solcher werden wie einmal ein andrer gewesen ist.

(erleichtert) Ich möchte ein solcher werden wie einmal ein andrer gewesen ist.

(Roboter) Ich möchte ein solcher werden wie einmal ein andrer gewesen ist.

(Wut) Ich möchte ein solcher werden wie einmal ein andrer gewesen ist.

(Ungeduld) Ich möchte ein solcher werden wie einmal ein andrer gewesen ist.

(Angst) Ich möchte ein solcher werden wie einmal ein andrer gewesen ist.

(Gruß) Ich möchte ein solcher werden wie einmal ein andrer gewesen ist.

(Antwort auf Frage) Ich möchte ein solcher werden wie einmal ein andrer gewesen ist.

(Befehl) Ich möchte ein solcher werden wie einmal ein andrer gewesen ist.

(Bitte) Ich möchte ein solcher werden wie einmal ein andrer gewesen ist.

(Singen) Ich möchte ein solcher werden wie einmal ein andrer gewesen ist.

(poetry-rap-rythm-whatever) Ich möchte ein solcher werden wie einmal ein andrer gewesen ist.

Du hast einen Satz. Du hast einen Satz, mit dem du dir alles sagen kannst. Du kannst dir alles sagen, was du den anderen nicht sagen kannst. Die anderen wollen dich durch Sprechen zum Sprechen bringen. Doch du hast einen Satz. Einen Satz voller Leben. Voller Gefühl. Dein Satz kann alles .Die anderen spielen Sprechen. Doch sie haben kein Leben. Sie haben keine Gefühle. 

Dein Satz ist nützlich. Du kannst ihn zu Ende sprechen. Du kannst Pausen machen. Ein Wort gegen das andere ausspielen. Eine Geschichte erzählen. Du kannst mit dem Satz Verrücktwerden, Verrücktsein und Verrücktbleiben. Du kannst dir nichts mehr vorstellen ohne deinen Satz. Du besitzt diesen Satz und du bist so glücklich. Du hörst dich. Du bist aufmerksam. Du kannst dich hinter dem Satz verstecken. Der Satz tut dir nicht weg. Die Stimmen tun dir weh. Die Stimmen tun dir weh. Die Stimmen hörne nicht auf.

Die Stimmen wollen, dass du lernst. Du hast einen Satz.

Die Stimmen wollen, dass du sprichst. Du hast einen Satz.

Die Stimmen wollen dich. Du bist ein Satz.

Du hast einen Satz. Du kannst dich nicht wehren gegen noch mehr Sätze. Sie prasseln auf dich ein. Die Stimmen nehmen dir den Satz weg.

(verwundert)

Ich möchte ein solcher werden wie einmal ein andrer gewesen ist.

Ich möchte ein solcher werden wie einmal ein andrer gewesen ist.

Ich möchte. Werden wie einmal. Ein anderer. Ein solcher andrer. Einer. Gewesen ich. Wie ich werden. ist ich.

Dein Satz ist weg. 

Dein Satz ist weg!

Du hörst zu.

Du bist verwirrt. Du gewöhnst dich schon an andere Sätze. Gleich haben wir dich! Worte bleiben. Leere Worte? Brauchst du noch was? Du hast jetzt Sprache. du hast jetzt alles. Du hast Kopfweh. Wörter. Überall. Qual. Überall. Du lernst, zu ordnen. Du beginnst zu ordnen. Du beginnst, zu vergleichen. Jeder ist für seinen Fortschritt verantwortlich.

(Hände auf Kopf)

Merken! Nicht vergessen!

Merken! Nicht vergessen!

Merken! Nicht vergessen!

Merken! Nicht vergessen!

Merken! Nicht vergessen!

Hör gut zu. Du hast Worte.

Manche Sätze sind Luxus. Manche Sätze sind so – perfekt. Manche Sätze sind Zuhause. Jeder zweite Satz ist unvollständig. Störend. Unschön. Du kämpfst um Ordnung.

(Luft schnappen)

Alle Wörter an ihre Plätze! Alles, was am richtigen Platz ist, ist friedlich, ist freundlich, ist schön. Was schön ist, tut gut. Ich bin am richtigen Platz. Ich bin da. Ich beruhige mich. Ich erkenne mich. Ich bin … (Mundbewegungen)