Beneath The Surface von John Hargrove

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Challenge: Ich lese alle Bücher, die ich zu Hause habe, bevor ich mir neue kaufen kann!

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Ein Buch, das ich ebenfalls schon seit Ewigkeiten bei mir liegen habe, ist „Beneath the Surface“ von John Hargrove. Ich habe es damals gekauft, als ich den Doku-Film „Blackfish“ gesehen habe und mehr wissen wollte.

Seit ich sechs Jahre alt bin, habe ich eine kleine Besessenheit mit Walen und Delfinen entwickelt. Ich habe auch Free Willy und die Keiko-Doku 100x gesehen. Und deshalb war es superspannend für mich, über die ganzen „Unfälle“ in Seaworld zu lesen.

Das Buch ist fast 300 Seiten dick, auf englisch geschrieben, mit Schwarz-Weiß-Bildern bestückt. John Hargrove war 14 Jahre lang Trainer in Seaworld. Er hat das ganze System mitgemacht, weil er sich gedacht hat: Ich liebe diese Wale, wenn ich weggehe, wer setzt sich für sie ein? Erst als sein Körper nicht mehr mitgemacht hat, ist er draufgekommen, dass er sich noch immer für die Wale einsetzen kann.

Das Buch ist sehr subjektiv und sehr persönlich geschrieben. Gedanken, Gefühle – alles sehr offen gelegt. Was man in einer Film-Doku ja nicht so gut machen kann, weil der Platz einfach fehlt.

Was die Wale durchmachen müssen, was die Trainer durchmachen müssen, da bleibt einem wirklich die Luft weg. Er ist herzzerreißend. Aber es wird alles kurz beschrieben und nicht extra auf die Tränendrüsen gedrückt, was ich sehr wichtig finde.

John Hargrove stellt sich selbst als jemanden dar, der sich immer für alle einsetzt. Das macht er sehr authentisch. Er beschreibt seinen Weg vom Seaworld-Aushängeschild bis zum SeaWorld-Gegner. Das macht er sehr reflektiert, das hat mir gefallen. Er ist nicht nur der Held, er schreibt oft: „Ich habe es einfach geglaubt! Ich habe es einfach gemacht! Ich dachte, das ist das beste für die Wale. Ich habe nicht nachgefragt. So wurde es eben immer schon gemacht! …“ Es wird also genau beschrieben, welche Reise er durchmachen musste, damit er zum Whistleblower wurde.

Es ist keine Liste an reinen Fakten, sondern eher eine Sammlung an Erinnerungen und persönlichen Erfahrungen. Es geht nicht nur um die tödlichen „Unfälle“, sondern um alle Zwischenfälle, die ihn in seiner Karriere beschäftigt haben. Es geht vor allem auch um die Wale, wie sie aus Brutmaschinen ausgenutzt werden. Und eben die ganzen Hintergründe, wie künstliche Befruchtung überhaupt möglich gemacht wird usw.

Also das Buch war superspannend zu lesen. Das Englisch ist leicht zu verstehen. Obwohl natürlich viele Ausdrücke vorkommen, aus der Biologie und tiermedizinisch, die mir noch nie untergekommen sind.

Wenn ihr aber nicht 300 Seiten auf Englisch lesen wollt, dann würde ich trotzdem empfehlen den Film „Blackfish“ anzuschauen, den gab es auf Netflix, auf arte, auf YouTube und es gibt auch schon einen zweiten Teil und einzelne andere Dokus über bestimmte Wale.

Falls ihr neugierig geworden seid, informiert euch, stellt Fragen und dann reden wir bitte drüber, weil das alles ist Tage später noch immer sehr in meinem Kopf.

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