Poetry Slam-Landesmeisterschaften Stmk-Ktn

Nur kurz: Seit 2015 mache ich Poetry Slam. Und jetzt wurde ich für die Landesmeisterschaften Steiermark und Kärnten nominiert. Yeah!

Wenn ihr zuschauen wollt, kommt in die Brücke. Die Vorrunden finden am 29.09.17 statt, das Finale ist am 30.09.17. Alle weiteren Infos findet ihr hier: https://www.facebook.com/events/237614830094595/?ti=as

Schreibnacht

Virtuelle Kollegen

Schreibnacht.de ist ein Forum, wo sich Schreibende virtuell treffen können.

Zuerst war ich wie immer skeptisch, da es für mich immer klar war, dass Schreiben etwas ist, was man alleine am besten kann. Das ist oft mit Einsamkeit verbunden. Und niemand um mich herum kapiert, wie Schreiben funktioniert. Die meisten Leute denken, es ist etwas, was jeder kann und es ist ja wohl echt nicht schwierig. Dass manche Leute Schreiben brauchen wie Atmen, ist vielen einfach nicht bewusst. Und dass diese Art von Schreiben irgendwie anders ist, als das Schreiben, das alle machen und können, ist auch nicht bewusst.

Wie auch immer. Manchmal ist Schreiben ein Handwerk. Manchmal schreibt und schreibt und schreibt man und dann verwendet man einen Bruchteil davon. Manchmal bekommt man ein Thema vorgegeben und schreibt drei Stunden an etwas, das man danach einfach nur Scheiße findet.

Wie hilft da Schreibnacht?

Schreibnacht.de bietet Word Wars und Schreibabenteuer, Schreibmarathons und Aufgaben. Wie intensiv man mitmachen will, ist jedem selbst überlassen.

Ich war skeptisch, weil sich alles darum drehte, wie viele Wörter man schreibt. Und das ist ja wohl am Unwichtigsten, oder? Schließlich ist es vollkommen egal, wie viel man schreibt, wenn man nichts davon verwenden kann, weil es zu schlecht ist. Beim Schreiben zählt doch Qualität und nicht Quantität. Oder?

Nicht nur. Denn wenn man nichts hat, kann man es auch nicht überarbeiten.

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Naja, es hat eine Weile gebraucht, aber ich habe mich daran gewöhnt, Wörter zu zählen und aufzuschreiben, wie viel ich pro Tag schaffe.

Und dabei helfen auch WordWars. Ein WordWar geht über eine vorher festgelegte Zeitspanne. Mindestens zwei Leute nehmen daran teil. Man macht sich eine Zeit zwischen fünf und zwanzig Minuten aus. Dann schreibt man. Und dann postet man den Wordcount ins Forum. Wer gewinnt, ist eigentlich egal, es geht darum, dass man tatsächlich die ausgemachte Zeit durchgeschrieben hat und mit seinem Projekt weitergekommen ist. WordWars eignen sich für eigene Geschichten, wenn man schon eine ungefähre Vorstellung vom Plot hat. Sonst hängt man ziemlich und schafft nicht viel. Für Hausaufgaben oder wissenschaftliche Arbeiten eignen sich WordWars nicht wirklich, weil man da ja immer wieder für Recherche unterbrechen muss.

Da sind Schreibmarathons schon besser geeignet. Schreibmarathons ziehen sich über einige Stunden. Es gibt keine festgelegte Zeit, ein Marathon besteht einfach nur aus vielen Aufgaben.

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Aufgaben, die man einfach nacheinander erledigt und dann dazuschreibt, was man geschafft hat. Auch hier ist es egal, wer wie viel schafft oder wie schnell. Die Aufgaben sollen einfach nur beim Dranbleiben helfen.

Und das ist ja auch der Sinn von Schreibnacht.de insgesamt. Wenn man Schreibprobleme hat, kann man hier nachfragen. Beta-LeserInnen, LektorInnen, MitschreiberInnen, Meinungen zu Cover, Stil, wasauchimmer: Hier kann alles gesucht werden. Und gefunden.

Schaut einfach selbst rein: www.schreibnacht.de

 

 

Camp NaNoWriMo -Juli

NaNoWriMo bedeutet National Novel Writing Month, das Projekt ist so gestaltet, dass man versucht, in einem Monat die erste Version eines Roman fertig zu schreiben. Geplant sind offiziell 50.000 Wörter. Um Inspiration und Ausdauer beizubehalten, schreibt man für sich und teilt seine Fortschritte online mit anderen.

Das Projekt ist mittlerweile weltweit bekannt und beliebt. Der offizielle Monat, indem geschrieben wird, ist November. Das fand ich immer sehr schade, da das ein sehr intensives Uni-Monat ist, und ich bisher nie teilgenommen habe, weil ich wusste, dass ich es niemals schaffen würde. Einfach schon aus Zeitgründen nicht.

Nun habe ich erfahren: Es gibt auch das Camp NaNoWriMo, es findet einmal im April und einmal im Juli statt. Es ist so, dass man sich auf der Seite campnanowrimo.org eintragen kann. Verlangt wird ein Projekttitel, aber das ist egal, wenn man noch keinen hat, kann man auch einfach „Kurzgeschichten und Zeugs“ als Projekttitel eingeben.

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Dann gibt man sich selbst eine Wortanzahl, die man schaffen will. Oder kann. Man kann auch Arbeitsstunden angeben, wenn einem das leichter fällt- beim Überarbeiten zum Beispiel macht es mehr Sinn. Nach jeder Schreibsession trägt man nun ein, wie viel man geschafft hat.

Dazu gibt es noch Cabins – also Hütten. Zwanzig Leute können so in einer Hütte gemeinsam schreiben. Also das heißt nicht, dass sie an einem Projekt arbeiten, sondern dass sie sich gegenseitig ihre Probleme usw erzählen und sich gegenseitig helfen – alles online, natürlich.

So gibt es zwei verschiedene Ziele zu erreichen. Ein persönliches, und ein gemeinsames. Bildschirmfoto 2017-08-02 um 22.03.46

Wie ihr sehen könnt, habe ich einen sehr guten Start hingelegt, und dann einfach mein Tagesziel nicht mehr geschafft. Ich habe beschlossen, 30.000 Wörter in diesem Monat zu schreiben. Ich habe aber nur 20.000 Wörter geschafft. Ich hätte mein Ziel hinuntersetzen können, aber dafür war es dann schon zu spät.

Bildschirmfoto 2017-08-02 um 22.06.30.png Der Computer erschafft dann jedes Mal, wenn du updatest, eine neue Statistik, mit verschiedenen Informationen. Er schlägt dir vor, wie viele Wörter du pro Tag schreiben musst, um dein Ziel zu schaffen, und wann du in deinem Tempo fertig bist, wenn du ca. in der Geschwindigkeit weitermachst.

Welche Auswirkungen hatte das Camp auf mich?

Die Schreibzeit wird irgendwie intensiver. Auch wenn man müde ist, setzt man sich eben noch einmal hin, um es zu versuchen. Mir haben drei Dinge einen Strich durch die Rechnung gemacht: Die Hitze, schlechte Vorbereitung und das Herumfahren.

Ich war mit dem letzten Semester an der Uni völlig überfordert. Ich habe am 30.06. einige Dinge abgegeben und hatte dann gar keine Pause. Ich habe mir für Juli ein Projekt vorgenommen, das schon ewig bei mir herumliegt und ich dachte, ich schaffe es ohne großes Planen, weil ich sowieso schon mit den Figuren vertraut bin. An einigen Tagen steckte ich dann fest und wusste nicht mehr, wie ich den Plot zusammenfügen soll. Da schaffte ich keine 300 Wörter am Tag, weil ich zuviel recherchieren musste.

Das schlimmste war allerdings die Hitze. In meiner Wohnung hat es jetzt im Sommer immer um die 30°C, auch in der Nacht kühlt es kaum ab. Man kann also immer erst so gegen 22h zu denken anfangen. Woanders schreiben fällt mir nicht so leicht, weil mein Laptop so winzig ist und ich so blind.

Das gleiche gilt für das Herumfahren. Ich bin ja nicht wirklich an Graz gebunden und wenn ich frische Luft brauche, besuche ich meine Eltern in Kärnten. Da hat man ein bisschen mehr Beinfreiheit, und auch einen größeren Computerbildschirm. Aber eben nur einen Computer für mehrere Leute. Außerdem kann ich mich oft nicht konzentrieren, wenn ich nicht alleine bin.

Aber das sind alles Ausreden. Im Grunde hätte ich die 30.000 Wörter dieses Projektes in diesem Monat eigentlich schaffen müssen. Die Motivation war immer wieder da und eigentlich hätte es leicht sein müssen.