da gstiefelte Kater

Published by

on


Es war einmal ein toter Vater

Sein jüngster Sohn erbte den Kater

Der Müllerssohn war arm, der Kater schlau,

das wussten alle ganz genau.

Der Kater bekam Stiefel und lief in den Wald,

wartete und fing einige Rebhühner bald.

Die Hühner brachte er zum König und machte ihn gierig.

Der Kater log den König an,

Mein Herr, der ist ein reicher Mann

Jeden Tag wurde der König vom Kater beschenkt

Und in das Schicksal reingelenkt.

Der König und die Prinzessin liebten den unbekannten Herrn sehr,

denn der Kater übertrieb bei jedem Mal ein bissl mehr.

Der Kater brachte seinen Herrn auf touren,

 ließ ihn im See baden und versteckte sein Gwand,

Als der König und seine Tochter in der Kutsche fuhren,

lief der Kater zum König damit er den Herrn fand.

K: Hilfe, mein König, helft meinem Herrn!

Er wurde beraubt und ihr habt ihn ja gern.

Der König gab dem Müllerssohn Kleider und ließ ihn in seine Kutsche mitfahren,

sodass sie den Herrn des Katers zum ersten Mal sahen.

Der Kater lief voraus und erzählte weiter seine Lügen,

um den Müllerssohn zu schützen und den König zu betrügen

Während der König also erfuhr, dass alle Wälder und Felder dem Müllerssohn gehörten,

lief der Kater zum bösen Zauberer hin, einem furchtbar gestörten.

K: Du sollst der größte Zauberer sein?

     Das ich nicht lache! Ich bin besser als du, Magie ist mein!

Zauberer: Verschwinde, du Viech!

     Sonst kill ich dich!

K: Ach, das meinst du nicht ernst

     Du könntest es nicht, du Schwindler, du Wicht!

     Beweis es mir, sonst zeig ichs dir!

Z: Na warte! Sieh genau hin

     Wie ich ein Pferd, ein Elefant und eine Giraffe bin!

     In Sekundenschnelle – blitzteshelle

     verwandel ich mich – das beeindruckt auch dich!

K: Ja, groß, klar groß kannst du dich machen

     Da muss ich aber lachen

     Klein zu sein ist schwierig, ich wette, dass kannst du nicht.

     Mach dich mal klein, dann kannst meinetwegen der größte Zauberer sein!

Z: Nichts leichter als das –hier bin ich ein Hund, ein Meerschweinchen eine Maus

K: und jetzt ist es aus!

Sagte der Kater und schluckte die Maus in einem Bissen hinunter,

dann rülpste er munter.

Zufrieden ging er zur Königskutsche und begrüßte König, Prinzessin und Müllerssohn.

Und dann erhielt er seinen Lohn.

Der Kater hatte alles gemeistert.

Der König war begeistert. Die Prinzessin war verliebt

und der Müllerssohn erstaunt, weil er nicht dachte, dass es so viel Glück gibt.

So lebten alle glücklich in den großen Schlössern,

als hätte sich ein Zauber über sie ergossen.

Und die Moral von der Geschicht:

König, trau dem Kater nicht.

Gib dem Kater Stiefeln, dann wird er alles richten.

Das Böse wird drankiefeln, das Gute wird’s vernichten

Gewissen gibt es keines, nicht einmal ein kleines.

Und das ist das Ende, also klatscht in eure Hände.

Werbeanzeigen