Wundes Land von Antje Babendererde

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Challenge: Ich lese alle Bücher, die ich zu Hause habe, bevor ich mir neue kaufen kann!

Ich habe damals alle Bücher von Antje Babendererde gesammelt, was schwer war, ohne Onlinebestellungen. Man musste tatsächlich von Geschäft zu Geschäft gehen und hoffen, dass sie etwas da hatten. Im Notfall konnte man natürlich auch Bücher bestellen. Aber das macht man als Kind irgendwie nicht.

Obwohl Antje Babendererde viele Jugendbücher schreibt, ist „Wundes Land“ für Erwachsene. Ich habe noch nie verstanden, warum Bücher mit jugendlicher Protagonistin für Jugendliche sind und Bücher mit erwachsener Protagonistin nur für Erwachsene. Als könnte man nichts dazulernen, wenn man über den Tellerrand schaut.

Ich habe „Wundes Land“ auch schon als Teenagerin gelesen. Es geht um eine Deutsche, die ins Lakota-Reservat Pine Ridge reist, weil sie für eine Firma arbeitet, die dort als Charityprojekt ein Dorf aufbaut. Sie kommt hin, um Leuten zu helfen und merkt schnell, dass niemand Hilfe von ihr will. Sie trifft Menschen, die keine Projekte sein wollen, und muss damit klarkommen.

Doch dann passiert etwas viel Schlimmeres: Sie schaut zu, wie ein Mann erstochen und in den Fluss geworfen wird. Und dann fischt sie ihn wieder raus und hilft ihm. Das wird natürlich auch lebensgefährlich für sie.

Diese Bücher über andere Kulturen waren für mich immer eine Reise. Also ein Weg, andere Länder und Kulturen kennen zu lernen, weil ich wusste, dass ich in meinem Leben nie viel reisen werde. Antje Babendererde schreibt sehr oft – ich sag jetzt mal- „Indianergeschichten“ und da war ich einfach sehr neugierig. Die Bücher sind aber doch relativ unterschiedlich – es gibt aber immer eine Liebesgeschichte, soweit ich mich erinnern kann. Ich mag es lieber, wenn Bücher spannend sind – aber das sind sie ja auch immer.

Natürlich gibt es auch immer ein Happy End.

So es halt ein Happy End geben kann, wenn man unter der Armutsgrenze lebt, zu wenig medizinische Versorgung hat, hohe Arbeitslosenquote und einem nur atomverseuchtes Land nicht weggenommen wird.

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