3 Schritte zu deiner eigenen Meditation

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Bei Schmerzen und Jucken und Angstattacken hilft Atmen, Langsamkeit und Meditation. Gerade in solchen Situationen kann man sich oft nicht beruhigen.

Wenn du – wie ich – öfter in die Situation kommst, dann hilft es dir vielleicht, Meditationen anzuhören. Mein Problem ist dabei, dass ich sehr sensibel bin, wenn es um Dialekte oder Stimmlagen geht. Wenn jemand ein Wort „falsch“ sagt, ärgere ich mich darüber und kann mich nicht mehr darauf einlassen.

Deshalb habe ich begonnen, mir selbst Meditationen einzusprechen. Klingt seltsam, wirkt aber bei mir viel besser.

3 Schritte

  1. Schreibe deinen Text.
  2. Nimm ihn auf
  3. Höre ihn dir an

Klingt doch einfach, oder?

Bei Texten, die dir helfen sollen, muss jedes Wort passen. Ob jedes Wort passt, weißt du aber erst, wenn du daliegst und dir den Text in deiner Notsituation anhörst.

Solche Texte zu schreiben, kann dir sehr leicht fallen oder sehr schwer. Hier ein paar Sätze, die du vielleicht brauchst:

Und dann brauchst du vielleicht Hilfe beim Atmen. Also schreibst du so etwas: Ich atme ein. Ich atme aus. Ich atme ein und halte den Schmerz fest. Beim Ausatmen lasse ich den Schmerz los.

Lass dir Zeit beim Sprechen. Du brauchst kein besseres Mikro als dein Handy hat, aber es ist wichtig, dass du langsam und deutlich zu verstehen bist. Du sollst dich beruhigen, also erzwinge Langsamkeit. Wenn du dann daliegst (oder sitzt oder stehst), kannst du auch schauen, wie lange du brauchst, um dich besser zu fühlen. Bei juckenden Ausschlägen brauchst du vielleicht eher Ablenkung. Vielleicht hilft es besser, wenn du dir Geschichten anhörst?

Bei Schmerzen (wenn du nicht weißt, woher die Schmerzen kommen, geh zum Arzt, du Depp) kommt es drauf an, ob dir Ablenkung hilft, oder ob du lieber mit deinem Körper mitarbeiten solltest (wie zum Beispiel bei einer Geburt). Bei der Geburt brauchst du noch Sätze wie: Mein Körper öffnet sich. Die Wellen helfen meinem Baby zu mir zu kommen. Mein Körper ist gut. Mein Körper ist stark. Das Baby braucht den Platz, mein Körper macht Platz.

Der richtige Text für die richtige Situation

Ich finde es gut, wenn man selbst Texte einspricht, weil die Texte dann genau auf dich zugeschnitten sind. Weil du beim Schreiben schon in eine Handlung kommst – das heißt, du fühlst dich nicht nur hilflos, sondern du machst etwas dagegen!

Und natürlich kannst du die Texte abändern, wenn du merkst, ein Text funktioniert nicht mehr so gut für dich, oder deine Krankheit hat sich verändert.

PS: Gerade die Sätze, die du beim Einsprechen fast nicht herausbekommst, brauchst du wahrscheinlich wirklich!

Wenn du mit Akne und blutigem Eiter überall dasitzt, und sagst: Ich bin schön. Dann glaubst du es dir selbst ÜBERHAUPT NICHT. Aber wenn du es immer wieder hörst, dann hilft es dir, dich selbst zu akzeptieren.

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