Niemand liebt Wasser so sehr, wie mein Kind. Es könnte sich die ganze Zeit mit Wasserspielen beschäftigen.
Wasserschütten.
Trinkgläser ausschütten wird zum Schnelligkeitstest zwischen uns. Jetzt im Sommer geht’s dann raus in den Garten. Der erste Weg führt uns meistens zum Brunnen. Dort nimmt er eine Gießkanne und spielt mindestens eine Stunde damit herum. Danach sind er und die Terrasse gebadet und das Wasser im Brunnen muss man wieder auffüllen. Nach dem Schlafen geht’s in den Pool. Abends dann noch in die Dusche. Außer wir sind am See oder im Meer.
Babyschildkröte.
Wir waren an einem Sandstrand. Während Cousins und Cousine oben bei den Sonnenliegen mit Essen und Sandspielen glücklich beschäftigt waren, greift mein Sohn sich eine Linsenwaffel und dreht wieder um. Richtung Wasser. Er läuft, krabbelt und kriecht Richtung Meer. Irgendwann ist er im Wasser und fällt auf die Knie. Dann hat er die Waffel natürlich vergessen und vergräbt beide Hände im Schlamm.
Greifnähe.
Er hat keine Schwimmflügel oder ähnliches. Das heißt, jemand ist immer in seiner Nähe und hockt neben ihm. Ein oder zwei Mal ist er mit dem Kopf unter Wasser – für weniger als eine Sekunde. Normale Kinder würden wohl zum Schreien anfangen, wenn sie hinfallen, aber mein Wasserkind verzieht nicht einmal das Gesicht. Wasser, Matsch – alles ganz egal. Wunderschön.


