Twilight

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Ich lese alle Bücher, die ich zu Hause habe, bevor ich neue kaufen darf.

Library-Challenge

Twilight ist problematisch, klar. Brauchen wir eigentlich nicht mehr drüber zu reden. 117jähriger verliebt sich in 17jährige. Creeeeeepy. Bricht bei ihr ein, stalkt sie. Und das finden wir dann romantisch und beschützend und gaaar nicht grauslich.

Er findet es nicht okay, sie ebenfalls in einen Vampir zu verwandeln, damit sie gleich stark sind und sie auch unsterblich. Er findet es aber total okay, sich selbst zu töten, wenn sie dann stirbt.

Er erklärt ihr ihre Gefühle und was gut für sie ist. Er ist eifersüchtig und manipuliert sie.

Ja, problematisch.

Reden wir aber vielleicht zu wenig darüber, dass Stephenie Meyer richtig gut schreiben kann – vor allem über Gefühle? Vielleicht.

Kann sie genau diese Sehnsucht ausdrücken, nach einem Partner/oder einer Partnerin, die genau das wollen, was man selbst auch braucht, einen selbst interessiert, was man selbst will? Diesen einen Seelenverwandten, bei dem man einfach fühlt, dass man komplett zusammengehört, nur für einander bestimmt ist. Diese Fantasie, dass es zwei Menschen(?) gibt, die nur miteinander intakt sind, ohne Beziehungsarbeit leisten zu müssen, haben doch alle. Und dann wird man erwachsen, und merkt, wie intensiv man am Miteinander arbeiten muss.

Und wenn nicht ein Mensch dabei komplett im anderen verschwindet, dann ist das ja auch eine schöne Idee.

Ganz viele Vampir- und Werwolfgeschichten haben diese Seelenpartner („Soul/Mate“)-Themen. Das hei´ßt, man kann ganz viele von diesen Geschichten lesen – ob die besser sind, sei mal dahingestellt.

Aber: Sprachlich gesehen ist Twilight echt gut geschrieben, auch wenn der Inhalt furchtbar ist.

Bonuspunkte gibts für den ersten Film, der sehr gut die Stimmung vom ersten Buch einfängt. Die restlichen Filme sind dafür umso schlechter.

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