Der Graf von Monte Christo ist definitiv eine Geschichte, die man kennen sollte – aber muss man auch das umfangreiche Buch lesen?
Da ich absolut kein Französisch spreche, und die Namen und Orte mein Hirn frittiert hätten, habe ich mir das Hörbuch geholt. Das Audiobook dauert über 40 Stunden. Das ist für mich schon sehr lang. Ich höre meistens, wenn ich Einschlafbegleitung mache. Also das ist wirklich lang.
Zwischen 1844 und 1846 veröffentlichte Alexandre Dumas den Graf von Monte Christo als Fortsetzungsroman. Er war gleich sehr erfolgreich und es wurde nachgedruckt. Nach wie vor ist es wohl die erfolgreichste französische Geschichte überhaupt. Der Roman spielt in der Zeit nach der Französischen Revolution.
Ich finde, Wikipedia hat eine sehr gute Zusammenfassung. Und köpft mich meinetwegen, aber das reicht, um die Geschichte kennenzulernen.
Es ist natürlich eine sehr altmodische Sprache, aber ich finde es sehr schön. Einige Ansichten und Sätze sind sehr furchtbar. Aber man lernt sehr viel über die Zeit.
Einige Kapitel sind sehr fad. Aber einige sind dafür sehr spannend. Die dargestellten Männer sind sehr interessante Charaktere. Leider sind die Frauen (bis vielleicht auf Madame de Villefort) sehr austauschbar. Die Beziehung zwischen Graf und Haydée halte ich nicht aus. „mit den Augen einer Tochter und einer Geliebten“ -wähh? Aber vielleicht habe ich das auch falsch verstanden.
Es gibt mehrere Verfilmungen, die sich auch sehr an das Buch halten. Zum Beispiel eine mit Gerard Depardieu. Eine neue mit Sam Claflin. Die ist allerdings nicht so nah dran am Buch.
Leseempfehlung: Naja. Es ist spannend und die Sprache ist sehr schön. Aber es ist sooooo lang und man könnte echt eine stark gekürzte Fassung lesen und das wäre absolut ausreichend.
Auf jeden Fall: Wenn ihr jemanden hintergeht, wird er oder sie Rache nehmen. Und Karma is a bitch, also passt auf, wen ihr hintergeht, ihr Arschlöcher.


