Ich lese alle Bücher, die ich zu Hause habe, bevor ich neue kaufen darf.
Seit ca zehn Jahren verfolge und lese ich Bücher von Catalina Cudd. Es ist dark. Sehr dark, also manchmal ist es nicht mal mehr Romance, es ist einfach nur noch dark. Mein erstes Buch von ihr war Die Armee der Tausend Söhne und das war so gruslig, aber sie schreibt da anscheinend keinen zweiten Teil mehr. Also hab ich Demonized gelesen (was ja wieder Elemente daraus hatte, mit den Dämonen). Auch sehr dark.
Relativ gar nicht dunkel ist dafür Ode an die Nacht. Da gehts weniger um Dämonen und mehr um Musik. Es ist eine Liebesgeschichte, ohne Kitsch!!! Finde das mal!
Diesmal gehts um Toni, die für ihren Onkel (die Unterweltgröße) als Einbrecherin arbeiten muss. Eigentlich ist Toni aber Gitarristin. Und als sie sieht, dass ihr Onkel den Gitarristen Jaime (aus ihrer Lieblingsband) im Keller gefangen hält, um Lösegeld zu erpressen, holt sie Jamie unter Todesangst da wieder raus. Später soll sie Jamie dann in der Band ersetzen, allerdings verliebt sie sich in Leon (natürlich den Sänger, wen sonst), und der bringt eigene Probleme mit.
Was mich gestört hat: Die Namen. Sehr oft werden Vor- und Nachname ausgesprochen: Wann genau macht man das? Nur im Film oder im Buch. ANTONIA QUENTIN! Geh auf dein Zimmer! Nervig!
Und dann hätte ich gern mehr Frauen, die Frauen unterstützen. Ja, hier gibt es Eva. Aber sie taucht nur am Anfang auf und wird dann komplett vergessen, bis sie dann komplett unrealistisch wieder in die Handlung eingreifen kann. Auch nervig.
Toni ist okay als Protagonistin. Sie ist leider nicht klug oder tough, sondern eher stur. Und ich weiß, dass Menschen grundsätzlich eher dumm sind und es ist auch klar, dass sie niemandem vertrauen kann, weil das für sie bisher lebensgefährlich war. Aber wenn Eva konstant in der Geschichte vorgekommen wäre, hätte sie ihr gesagt: Hey, lass Leon ausreden. Und das Buch wäre um hundert Seiten kürzer geworden, aber trotzdem gut.
Sehr viel Gewalt. Sehr viel Musik (Theorie). Die Erotik ist gut und die Dialoge sind meist nicht kitschig, sondern ehrlich. Ich habs sehr gerne gelesen. Vielleicht nicht als Teenager lesen, sondern später. Nicht spannend, sondern vorhersehbar. Aber welche Liebesgeschichte ist das nicht? Soll ja auch so sein.
Das Ende ist auch gut und nicht zu fluffig und flauschig.


