„eis-mädchen“ von Patricia Radda


Schau wie sie geht, die Straße entlang,

in ihren neuen Stöckelschuhen.

Die Absätze dröhnen auf dem Asphalt,

strafen jeden, der ihr nachsieht mit einem Knall.

Schau wie sie sabbern bei ihrem Anblick,

als wäre sie ganz aus Gold.

Doch eigentlich ist sie aus Eis.

Innen und außen.

Schau wie sie in ihr Haus rennt,

als würde sie verfolgt.

Die Straße wendet sich ab von ihr

Und erledigt wieder die Arbeit.

Schau wie sie sich in die Ecke kauert,

allein in ihrem Zimmer.

Sie wartet nur und fürchtet sich,

als wäre sie allein.

Schau wie sie sich biegt und windet,

unter all den Schlägen.

Wie kommt es, dass niemand kommt,

wenn sie um Hilfe schreit?

© Patricia Radda

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