Mein Mini-Garten

Ich habe im Herbst endlich ein Dach über meinen von Tauben okkupierten Balkon bekommen. Seitdem haben wir weniger Tauben und mehr Balkon in unserem Leben.

Sonnenblumen
Sonnenblumen

Meine Eltern haben meiner Schwester zum Geburtstag einen Garten geschenkt. Da unsere Eltern einen riesigen Garten haben, sind die paar Pflanzen geradezu lächerlich, aber das werde ich den Pflanzen natürlich nicht erzählen. Besonders jetzt nicht, da ich so froh bin, das sie den Sturm letzte Woche glücklich überstanden haben.

Die Sonnenblumen zum Beispiel sind schon höher als das Balkongeländer.

Die Radieschen haben sich aus der Erde gekämpft und wachsen fröhlich vor sich hin, einzig die Paradeispflanze hat während des Windes beschlossen, lieber Richtung Boden abzubiegen, was man ihr nicht verübeln kann.

Radieschen
Radieschen
Paradeiser nach dem Sturm
Paradeiser nach dem Sturm

Nie fehlen dürfen natürlich Petersilie, Basilikum und Schnittlauch. Die Kräuter werden dauernd geschnitten – wachsen aber dafür sehr schnell nach.

Am liebsten mag ich unseren Paprikastrauch. Nach dem wir zwei Paprika aufgegessen haben, fällt ihm nichts besseres ein, als noch eine grüne Frucht nachwachsen zu lassen. Das ist eine Lebenseinstellung, yes!

Paprika
Paprika

Tieftraurige Gedanken wegen Buffy

Tiefe philosophische Überlegungen schwirren heute durch meinen Kopf. Wie immer, wenn ich einen Nachmittag Zeit habe, keine Kraft zum Schreiben habe und deshalb Buffy-Folgen anschaue.

Mein hirnzermarterndes Thema während der ersten zehn Minuten von Buffy lautet: Warum um Gottes Willen kann ein über zweihundert Jahre alter Vampir eine verrückte, sechzehnjährige Trotzsuse von einem Teenager länger als zehn Minuten aushalten? Ich nehme an, nach einer gewissen Lebenszeit lernt man, alle Fehler der Menschen zu akzeptieren und zu belächeln.

Gegenfrage: Warum sind alte Menschen dann immer so unflexibel?

Weil sie noch nicht alt genug sind. Angel hat schließlich schon zwei Jahrhunderte Zeit, um Menschen zu beobachten und da er selbst kein Mensch ist, hat er auch den dazugehörigen Abstand.

Ach, lassen wir den Scheiß doch und widmen uns der wesentlichen Frage: Warum ist ein Pärchen das geschätzte 230 Jahre Altersunterschied hat okay? Was soll denn das? Der Typ ist eindeutig pädophil. Warum finden das alle gut und schön und dramatisch?

gestohlen von: http://welcometosunnydale.tumblr.com
gestohlen von: http://welcometosunnydale.tumblr.com

Auch egal. Fragen wir anders herum:

Warum will ein sechzehnjähriges Traumengerl einen so alten Typen?

Anscheinend ist es das Aussehen. Und klar, welches Mädchen will keinen Kerl, den sie mal so richtig vermöbeln kann, ohne das er dabei draufgeht? Aber die sonstigen Interessen müssten doch eigentlich sehr unterschiedlich sein. Und bitte: Er begleitet sie auf den Schulball? Echt jetzt? Ich weiß nicht, wie es normalerweise Leuten über zwanzig geht, aber mich müsstet ihr dafür bezahlen, wenn ich noch einmal schlechte Musik ignorieren und besoffene Barbiepuppen kotzen sehen soll.

Natürlich ist es keine normale Beziehung. Angel und Buffy – eindeutig etwas Besonderes. Slayer and Demon. Die Liste erweitert sich also: Aussehen und Verbotenes. Zwei Punkte, die eine Beziehung am laufen halten. Ist das nicht traurig?

Clockwork Angel von Cassandra Clare

Cover Clockwork AngelClockwork-Angel (Chroniken der Schattenjäger 01)

von Cassandra Clare

Arena

569 Seiten

Ausgeborgt bei Stadtbibliothek Graz, zu kaufen um 15,- bis 20,-Euro überall

 

Cassandra Clare schreibt kein Wort zu viel. Die meisten Fantasybücher, die man jetzt für Jugendliche zu kaufen bekommt, sind viel zu lang, detailreich und sich selbst wiederholend. Mir als Geschichtenaufsaugerin ist das oft zu anstrengend. Die Geschichten der Cassandra Clare sind weder unerträglich spannend noch außerordentlich gut geschrieben. Aber das macht überhaupt nichts, denn die Geschichten sind gut aufgebaut, leicht zu verfolgen und schnell zu lesen. Was unglaublich gut ist.

Ich lese Bücher. Andauernd. Und viele lese ich nur, weil ich sie lesen muss. Diese Art von Bücher muss ich natürlich nicht lesen, aber ich tue es immer wieder gern, alleine schon zu Recherchezwecken. Wer schreiben muss, muss lesen. Kann ich solche Bücher schreiben? – Weiß ich nicht. Werde ich es versuchen?- Auf jeden Fall.

Die Idee mit Schattenjäger und Dämonen ist nicht sehr neu und auch nicht sehr originell, aber es kommt zu einem Haufen lustiger und spannender Begebenheiten, die einen als Leser mitfiebern lassen.

Die Schattenjäger-Trilogie spielt 1870ern in London, was man schön bemerkt, immer im Hinterkopf hat und dem ganzen einen schönes Fragezeichen einflößt: Wessen Kinder/Nachkommen verfolgen wir bei den Chroniken der Unterwelt?

Werde ich die anderen Bücher noch lesen? Ja.

Kann ich es nicht mehr erwarten? Nein. Die Geschichte endet zwar mit einer Art Cliffhanger, aber sonst ist man als Leser eigentlich beruhigt.

Anmerkung: Das Cover ist sehr gruslig und gut gelungen. Bei jedem Kapitel hat man ein Zitat aus einem Gedicht. Aber eher Klassiker, die man nicht selbst gelesen hat, sondern nur „kennt“. Tessa ist sehr sympathisch, ich habe jedoch mit fast allen anderen Charakteren ein Problemchen, dass nicht aus meinem Kopf geht. Mit der Übersetzung Klockwerk-Engel war ich nicht zufrieden, hat mich irgendwie beim Lesen gestört.

Inhalt:

Tessa Gray wird von den Dunklen Schwester gefangen gehalten und gezwungen, sich in Tote zu verwandeln. Sie weiß nicht, warum sie das kann: die Gestalt wandeln. Schließlich wird sie von William Herondale befreit und ins Londoner Institut der Schattenjäger gebracht. Dort wird sie beschützt, denn der „Magister“ sucht sie, um sie zu heiraten. Keiner weiß, was Tessa wirklich ist. Ihr Bruder Nate muss noch aus den Klauen des Magisters befreit werden.

Obwohl einige lustige Twists in der Handlung sind, habe ich größtensteils vorhersehen können, was passieren wird.