Die Schmetterlingsjagd


Ich habe ja schon einen Beitrag geschrieben, indem es um die Tierwelt hier oben geht. Neben Gelsen, Wespen, Spinnen, Käfern, Motten und Nachtfaltern aller Art, haben wir auch wahnsinnig viele Schmetterlinge und Vögel.

Eines Morgens will ich also in einem der Badezimmer Staub saugen und da liegt so ein riesengroßer Falter am Boden. Normalerweise sind die Nachtfalter tot, wenn ich sie finde – Sie fliegen zu oft eine heiße Lampe an, oder was auch immer. Ich weiß, was ich mit toten Insekten mache: wegwerfen. Aber was machen wir mit lebenden? Aus dem Haus rausbringen.

Schmetterlinge habe ich jedenfalls noch nie eingefangen. Wieso auch?

Die Schmetterlinge, die sonst bei mir sind, sind klein – winzig – und sehr schnell wieder weg. Aber da war er, zu schwach (?) um richtig in die Höhe zu kommen. Zu flatterig, um auf der Küchenrolle sitzen zu bleiben. Zu groß und schwer, um auf einem Küchenrollenblatt aufgeklaubt zu werden.

Mir ist eingefallen, das Tick, Trick und Track immer mit dem Netz Schmetterlinge fangen. Ich habe natürlich kein Schmetterlingsfangnetz, aber eine Obstschale mit Insektengitterschutz. Schmetterlingstransportkiste hat sie sich bestimmt auch nicht in den Lebenslauf geschrieben. Aber was solls.

Es hat funktioniert! Was will man mehr? Und sobald wir wieder im Freien waren, ist der Schmetterling auch davongeflogen, einfach so, als wäre nichts gewesen.

Hier ist das Video zum „Endlich mal nichts grausiges oder schmerzhaftes“-Abenteuer:

Der Japanische Eichenseidenspinner

Und hier sind ein paar Infos zum Schmetterling.

Der Japanische Eichenseidenspinner gehört zu der Familie der Pfauenspinner. Ursprünglich war die Art nur in Ostasien verbreitet, wurde aber mit der Seidenzucht nach Europa importiert. Die Art ist hier unverwechselbar. Mit bis zu 150 Millimetern Flügelspannweite gehören sie zu den größten in Mitteleuropa auftretenden Schmetterlingen. Hauptnahrung der Raupen sind Eichen.

Männchen sind braun und rot, Weibchen stärker gelb gefärbt (es war also ein Weibchen). Aber von braun über rot und gelb sind alle Farben möglich. Sie sind nachtaktiv, werden jedoch stark von Lichtquellen angelockt. (Nicht durchdacht, in einer menschendominierten Welt)

Die Raupen und die Puppen sind bis zu 45 Millimeter lang. Sie schlüpfen hauptsächlich am Nachmittag und abends im Spätsommer. Die meisten Weibchen locken die Männchen noch in derselben Nacht mit Pheromonen. Die Paarung dauert etwa drei Stunden, danach suchen sich Männchen neue Partnerinnen.

In Österreich fliegen die Falter von Anfang August bis Anfang Oktober, am stärksten um den 20. August.

Feinde der Art sind die Raupenfliege, die Schlupfwespe, Erzwespe und der Pirol. Bei einem Angriff versuchen die Falter senkrecht in den Himmel zu fliegen oder sich auf den Erdboden fallen zu lassen. Dort bleiben sie gut getarnt im Laub liegen. (Hm, das klappt am Holzboden natürlich nicht so gut.)

Und ja meine supertolle „Quelle“ war natürlich wieder Wikipedia, aber ich habe den Artikel extrem gekürzt, es ist also nur ein Bestof.

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