Die Keks-Saison hat begonnen!

Kurz vor dem Tod der Schokokekse.
Kurz vor dem Tod der Schokokekse.

Nachdem ich jahrelang nie in Weihnachtsstimmung kam, bevor es tatsächlich losging, habe ich mich selbst überrascht und dank ganz vieler Keksrezepte, die plötzlich um mich herumschwirrten, war ich schon Anfang November im Keksbackfieber. Was ziemlich nahe an Weihnachtsstimmung herankommt, finde ich.

Für Kekse gilt im Normalfall die 1-2-3-Formel. 1x Zucker, 2x Butter, 3x Mehl. Also wenn du 100g Staubzucker nimmst, mit 200g Butter und 300g Mehl verkneten. Bevorzugterweise macht man das übrigens mit den Händen, sonst macht es weniger Spaß.

Hat man einmal diese Masse kann man nach Belieben Kakaopulver, Nüsse, Kokos, Vanille, WasAuchImmer in den Teig dazukneten. Manche rühren auch noch ein Ei dazu, vollkommen überflüssig, wenn ihr mich fragt.

Manche lassen den Teig zugedeckt im Kühlschrank rasten, andere verarbeiten ihn gleich weiter: Da ich mich nicht entscheiden konnte, habe ich ihn mal eine halbe Stunde rasten lassen, wozu auch immer (kann das jemand beantworten?). Dann habe ich einen Teil des Teiges genommen und ausgerollt. Warum nicht gleich den ganzen Teig?, fragt ihr euch. Da kommt es einfach drauf an, wie viel Platz man hat. Ich habe keinen. Bei mir musste der Wäscheständer als Ablagefläche herhalten. Ausgestochene Kekse kommen aufs Backpapier und warten bis das Rohr heiß genug ist.

Wäscheständerküchenkastl
Wäscheständerküchenkastl

Backen: 170°C, etwa zehn Minuten: nicht bis sie braun werden, eher vorher rausnehmen. Solange sie heiß sind, sind sie weich. Wenn sie abkühlen, werden sie härter.

Natürlich kann man eine fertige Schokoglasur kaufen, aber in dem Fall habe ich sie selbst gemacht. Sie wurde allerdings sehr lange nicht hart- ich habe die Kekse über Nacht so liegen gelassen- also: alle, die ich nicht aufessen konnte. Ich weiß die Menge leider nicht mehr genau, ich glaube es war halb so viel Margarine wie Schokolade. Ungefähr. Man füllt Wasser in einen großen Topf und die Schoko+Butter in einen kleinen darüber. Dann rührt man alles gut um. Das Wasser im unteren Topf sollte nur heiß sein, es muss nicht kochen. Und es darf auf keinen Fall Wasser zur Schoko kommen, denn sonst verklumpt alles und wird sofort hart.

Faul wie ich bin habe ich die Kekse alle eingetaucht. Einige habe ich auch zu Doppelkeksen zusammengeklebt- auch mit der Schoko oder einige auch mit Marmelade.

Weil mir noch Schokosoße übrig geblieben ist, habe ich Kokosraspeln dazugemischt, bis das eine weiche, aber formbare Masse wurde. Dann habe ich diese „Kugeln“ nochmal in Kokosraspeln gewälzt und in den Kühlschrank gestellt. So ungesund! Ich liebe es!

Kokos Kokos
Kokos Kokos

Da meine Küche aber so winzig ist, und wir ja nicht einmal einen Esstisch haben, auf dem wir uns ausbreiten könnten, werde ich diese Keksbäckerei in Zukunft aber bei irgendwem machen müssen und nicht mehr zu Hause. Bietet sich jemand an?

Malakofftorte ohne Ei, ohne Rum, ohne Gelatine

2014-11-08 11.22.06Ohne alles, was bleibt denn dann noch?

Trotzdem – möchte ich gleich am Anfang sagen –  ist es eine unvegane Torte, tut mir leid, aber ich war einfach zu faul, um die Biskotten selbst zu machen. Bei der Suche danach bin ich auf dieses Rezept gestoßen, falls ihr es braucht. Außerdem bin ich auf eine lustige Liste von Manner gekommen, auf der alle Artikel aufgelistet werden, die vegan sind. Das Lustige daran ist, dass kein einziges Manner-Produkt vegan ist. Wenn ich streng vegan wäre, würde ich heulen, aber ich bin ja nur Vegetarierin.

Nachdem die bösen Biskotten schon mal da waren (noch dazu mit Eiern aus Bodenhaltung!), habe ich auch noch billigste Milchprodukte dazu gekauft, ganz einfach damit es billig und böse bleibt und schnell vernichtet werden muss.

Hier also das Rezept, das allen Naschkatzen genauso gut schmecken wird wie mir:

Zuerst einen halben Liter Vanillepudding zubereiten und auskühlen lassen. Dann habe ich 160g Margarine mit 160g Staubzucker lange vermixt. Falls ihr geriebene Nüsse zuhause habt, auch 100g dazu. Wenn der Pudding kalt ist, kommt er zu der Masse, einfach dazu mixen.

Dann die Biskotten. Tja, ich habe sie in Kakao getunkt, aber mir persönlich war das zu weich, fast wässrig. Werde ich das nächste Mal weglassen. Biskotten muss man noch spüren, die sollen nicht auf der Zunge schmelzen.

Jetzt abwechselnd immer eine Schicht Biskotten und eine Schicht Creme in eine Springform (oder irgendeine andere Form). Je nachdem, wie dicht man die Biskotten legt, reichen ein oder zwei Schachteln. Oben sollte eine Schicht Creme sein.

Danach über Nacht in den Kühlschrank geben.

Am nächsten Tag mit Schlagobers und Kakaopulver, Nüssen usw. dekorieren. Nach Belieben, wies so schön heißt.

Guten Appetit!

Der letzte Engel von Zoran Drvenkar

Der letzte Engel - Cover
Der letzte Engel – Cover

Der letzte Engel

von Zoran Drvenkar

ab 14 Jahren

430 Seiten

ausgeborgt bei Stadtbibliothek Graz

Zoran Drvenkars Sprache mag ich. Diese Geschichte hier ist jedoch etwas verwirrend. Die ganze Zeit wartet man darauf, dass etwas aufgeklärt wird, was aber nie wirklich geklärt wird. Und dann habe ich die letzten Worte des Buches gelesen: „Ende vom ersten Buch“. Aha. Da kommt noch mehr.

Tja, und darum geht es. Mona und Esko fahren irgendwohin. Sie werden zu spät kommen. Das sagen ihnen die verstorbenen Mädchen, die Mona sieht. Motte, ja – er heißt wirklich so, bekommt eine E-Mail. Darin steht: Wenn du aufwachst, wirst du tot sein.“ Das ist jetzt nicht wirklich schön, wenn man so eine Mail bekommt. Motte denkt sich: Gut, schlaf ich eben nicht ein und stirbt dann trotzdem. Aber nicht so schlimm, denn er erwachte als Engel. Als sein Vater die Leiche entdeckt, zündet er das Haus an. Und dann sind da noch Mottes Großvater und die zwei alten Damen, die überhaupt seltsam sind und dazwischen gibt es noch andere Geschichten, über Entdeckungen im Eis und Skelette und Auftragskiller und so.

Es wird immer ein Stück lang eine dieser Geschichten erzählt, erst später fügen sich die einzelnen Geschichten zusammen – beziehungsweise tun sie das jetzt noch nicht so ganz. Man muss wohl auf das zweite Buch warten.

Der Schluss war jetzt nicht so nervenaufreibend, dass ich sofort weiterlesen will. Aber es ist schon spannend und man will schon wissen, wie es weitergeht.

Die Martinigans lebt!

Menschen die niemals traditionsbewusst leben, niemals religiös waren, lassen plötzlich den Oberprediger raushängen, wenn es ums Martinigansl geht! Diese Scheinheiligkeit geht mir persönlich bei meinen Bekannten sehr auf die Nerven, soll aber hier nicht im Mittelpunkt stehen.

euer Essen dauert noch ein bisschen.
euer Essen dauert noch ein bisschen. Bild geklaut bei: http://www.tposcht.ch/fotos/alben-2012/gans-guggel-esel-und-co/

Kennt ihr den Gänserich Martin noch, aus Nils Holgerson? Tja, an die Geschichte kann ich mich kaum noch erinnern, ich war einfach zu klein.

Aber ich brauche einen Namen für meine Gans in meiner Gänsegeschichte. Also können wir genauso gut Martin nehmen.

Also, Martin hatte Glück. Er war ein schöner Gänserich und wurde außerdem auf einem Bauernhof geboren. Reines Glück, wo doch so viele Gänse in Mastbetrieben gezüchtet werden, wo sie nach 10 Wochen ständiger Überfütterung abgeschlachtet werden, obwohl sie eine Lebenserwartung von 25 Jahren hätten.

Seine Aufgabe war es, fremde Leute anzukündigen und zu verjagen. Der Wachhund war schon alt und faul, Martin war genau richtig für diese Aufgabe. Unter den vielen Artgenossen fand er auch schnell eine Frau. Gänse bleiben sich ein Leben lang treu, Scheidung kennen sie anscheinend nicht. Egal, Martin war ja glücklich.

Eines Tages kam ein kleines Mädchen auf den Hof und ratet mal: Martin hat sie vertrieben und in den Finger gezwickt. Das Mädchen war natürlich voll die Dramaqueen und hat losgebrüllt, als wäre Martin ein Wolf.

Jetzt, Leute, jetzt war es mit Martins Glück vorbei. Der Besitzer war wütend. Ohne Betäubung wurden Martin die Federn ausgezupft. Das tat ordentlich weh, ganze Hautstücke wurden mitabgerissen. Aber lange musste Martin sowieso nicht leiden. Seine Kehle wurde aufgeschlitzt und die Schmerzen waren bald vorbei. Martins Frau trauerte lange um ihn, weil Gänse sind halt mal so.

Wie ihr seht, hatte Martin viel Glück.

Die meisten Gänse, die ihr esst, haben nicht so viel Glück.

  • In Mastbetrieben ist die einzige Aufgabe der Gans, schnell Gewicht zuzulegen
  • Überzüchtung und enge Haltungsbedingungen führen zu:
    • Gelenkentzündungen
    • Atemnot
    • Herzanfällen
    • gebrochnenen Beine
    • Tod durch Zertrampelt werden von Artgenossen
  • Gänse, wie auch Hühnern, werden kopfüber an ein Fließbandsystem eingehängt, kurz betäubt, dann schlitzt ein Messer die Kehle auf. Wenn die Betäubung versagt, sind die Schmerzen natürlich furchtbar.
  • Gänse werden nach 10 Wochen ermordet, Lebenserwartung: 25 Jahre
  • Die Gänse bekommen Getreide gefüttert, das eigentlich auch für die Ernährung von Menschen wichtig wäre.
  • Außer totem Tier esst ihr auch: Antibiotika, Cholesterin und Fett

Also: Mahlzeit!

Genauere Infos: http://www.peta.de/martinstag?pk_campaign=newsnov2014#.VGJtHL69tz8

Pudding-Marmorkuchen-Herz

Nachdem meine Springform langsam rostet, habe ich eine neue Form gekauft. Diesmal eine Silikonform. Mal schauen, wie lange die mich aushält.

Puddingkuchenherz
Puddingkuchenherz

Man macht also einen ganz normalen Kuchen. Dafür nehme ich immer wieder andere Sachen. Ehrlich gesagt, kann ich mich nicht mehr genau erinnern, was in diesem alles drin war, weil ich immer mit einem Rezept anfange und dann irgendwie weitermache, je nachdem, was ich gerade zu Hause habe.

In etwa sollte es das hier gewesen sein: Man rührt 150g Margarine, 150g Zucker und 1 Pk. Vanillezucker zusammen. Dann gibt man 300g Mehl und 1Pk. Backpulver dazu. Schließlich mischt man noch 100ml (Soja-)Milch dazu. Meist mische ich noch ein paar geriebene Nüsse dazu, wegen dem extra guten Geschmack. Dann teilt man den Teig auf und mischt in die eine Hälfte des Teiges ein paar Esslöffel Kakaopulver.

In die Form (befetten!) gibt man dann den Teig. Da mein Marmorkuchen nie richtig marmoriert ist, habe ich diesmal zwei Esslöffel dunklen Teig, dann zwei Esslöffel hellen Teig in die Form gekleckst, immer abwechselnd. Dauert zwar länger, aber ergibt ein schönes Muster.

Dann ab in den Ofen, bei 160°C ca. 45-60 min.

Währenddessen aus einem halben Liter Milch einen Vanillepudding machen und etwas auskühlen lassen.2014-11-03 00.04.04

Wenn der Kuchen aus dem Ofen kommt, stürzen und auskühlen lassen. Dann gerade schneiden und waagrecht auseinander schneiden. Den Pudding verteilen und den Kuchen wieder zusammensetzen. Dann restlichen Pudding auf den Kuchen draufstreichen.

Soooo lecker.

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Camilla kann die Gefühle und Gedanken der anderen Menschen fühlen. Das macht sie zur perfekten Rächerin.