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„Palouki, Sommer 2006“ von Patricia Radda

Ich höre das Meer rauschen
höre es sich aufbauschen
sanft bläst der Wind.

Ich spüre das wir vereint sind
und leise rieselt der Sand
er rinnt durch meine Hand
und hält mich in Gang.

Das Meer singt lang
schon mein Lied
während der Wind mich sieht;
er spielt genau meine Melodie
Ich spüre die Erde wie noch nie.

„Ohne Boden“ von Patricia Radda

Sie fühlt immer noch die Wärme
wenn sie an ihn denkt
wenn dann die Sehnsucht ihre Sinne lenkt
Sie sieht ihn vor sich
spürt seine Hände
merkt, er hat Angst
flüstert „ich liebe dich“
schreit es gegen die Wände
Sie hat die Gewissheit
dass er sie auffängt
wenn sie fällt.

Jetzt ist alles ganz anders
Sie will fallen
und fällt einfach nicht
sie will gehen
damit sie vergisst

Jetzt ist alles ganz anders
denn sie stößt ihn weg
er fällt nieder
spürt keinen Aufschlag
sie fällt nieder
spürt einfach nichts
Keinen Boden unter ihren Füssen
sie hängen in der Luft
sollten sich noch einmal küssen
wissen beide es ist viel zu spät
wissen beide dass es sich nicht ausgeht

Sie kommen nicht an
haben keinen Boden
unter ihren Füssen
unter sich
Haben niemanden mehr
der hinter ihnen steht
der mit ihnen geht
der die Angst vertreibt
sind nicht mehr zu zweit
ohne Boden

Keiner der beiden hat Angst
denn alleine hängen sie in der Luft.