Jeder an seinen Platz II

Jeder an seinen Platz II

 

Der Tod friert.

Ihm ist ganz kalt.

Er zittert.

Er lehnt sich gegen die Schulter und weint.

Die Schulter wundert sich.

Sie hat den Tod noch nie weinen gesehen.

Die Schulter fragt den Tod was los ist.

Der Tod weint.

Die Schulter ist ganz nass und regt sich auf.

„Dafür bist du doch da“, sagt der Tod,

„Zum Ausweinen und zum Anlehnen bist du doch da.“

„Na gut“, sagt die Schulter

und das Herz unterhalb der Schulter fragt: „Was ist denn los?“

Und der Tod sagt: „Ich habe kein Herz.“

Und die Schulter zuckt und sagt: „Aber dafür bist du doch da!“

Jeder an seinen Platz

Jeder an seinen Platz

 

Mein Herz geht allein einen Berg hinauf.

Da – jetzt ist es oben.

Es steht am Gipfel und wundert sich

Es hat nie bemerkt, dass es allein ist

Einen Moment

– nur einen ganz kleinen Moment lang –

ist es stolz, denn es hat viel geschafft

 

Dann ist der Moment vorbei und mein Herz ist erschöpft.

Es setzt sich nieder und trinkt aus der Quelle.

Da spürt es plötzlich etwas anderes.

 

Das Herz ist nicht allein.

 

Es fängt schneller an zu klopfen

und überlegt, wie schnell es davon laufen kann.

Es war nur ein Vogel.

 

Das Herz beruhigt sich wieder.

Plötzlich merkt das Herz,

wie sehr es alleine ist.

Es ist gar nicht gerne allein.

Es hätte gerne jemanden bei sich.

Da spürt es eine Schulter

und lässt sich vom Berg hinunter tragen.

Anleitung.

Du sollst meine Gedichte lesen,

aber du willst nicht

Ich sage dir in welcher Stimmung du bist,

wenn du es liest:

Du bist hoffnungslos, weil es so lange ist.

Du gibst mittendrin auf.

 

Ich werde dir sagen,

in welcher Stimmung du sein musst,

damit es dir gefällt.

 

Bei einem Text musst du an Krieg denken.

Auch wenn du dein Land hasst,

musst du patriotisch denken,

als wenn du die deinen liebtest.

 

Bei diesem Text musst du an Frieden denken,

denn der Krieg dauert schon zu lang.

Alle sind tot, hungrig, oder dürsten nach Leben.

Es gibt keinen Stolz auf beiden Seiten

und die Ehre verlor sich beim ersten Schuss

 

Bei diesem Text musst du an Liebe denken,

denn wenn alle tot sind,

brauchen wir eine neue Generation.

 

Weil Krieg so unreal war,

brauchen wir jetzt noch ganz viel Kitsch.

Am besten denkst du also an ein Einhorn.

Da muss jeder lachen.

Beziehungen.

Hab ich das schon mal gepostet? Ist schon ein bisschen älter… hmm

Beziehungen.

 

Du hast mich glücklich gemacht

Weil du da warst

Du hast mich traurig gemacht

Weil du da warst

Du bist gegangen

 

Und dann bin ich einfach gefallen

Zerbrochen

Habe mich aufgerafft

Dich nicht mehr gehasst,

dir vergeben

Bevor ich wieder

Zerbrach.

die Wette.

Kalter Schweiß auf seiner Stirn

Ich werde sterben

Schreit sein Verstand

Ich will nicht sterben

Schreit sein Körper

Er presst die Waffe an die Schläfe

Und drückt ab

Er atmet durch

Und ihm wird schwindlig

Schweiß rinnt herab

Er nimmt noch eine Patrone

Und glaubt wieder:

Jetzt ist es vorbei

Die anderen lachen und setzen ihr Geld

Voller Spannung sehen sie zu

Seine Aufgabe ist es, zu sterben

– und sie fällt ihm schwer

 

Inspiration: 13

Evolution

Die Musik, die gesprochen hat,

wird aufstehen

und deine Gedanken verbreiten

sie wird Gemüter aufwühlen

ohne Worte leben

und Herzen berühren

Generationen verändern

Und weiter klingen

Bis Jahrhunderte später

Alle fragen: wieso leben wir

Und dann wird die Musik,

die verstummt ist,

tot bleiben

aber weiter verändern

schmerzfrei.

Ein Gedicht zum Einstieg. Schönen Tag, euch allen.

Mich gibts schon noch!

Melde mich (gehorsamst ;)) zurück!

Heilige Prüfungszeit. Den ganzen Juni war ich (bis jetzt) mit meinen Prüfungen beschäftigt. Eure E-Mail-Fragen habe ich so gut (aber auch so schnell und kurz) wie möglich beantwortet.  Aber jetzt bin ich wieder da. Jedenfalls ein bisschen mehr als im Juni. Ich schreibe wieder an einer längeren Geschichte, was natürlich zu viel Zeit beansprucht. Ansonsten werde ich mit Umzug und Unizeug beschäftigt sein. Habe aber kein Problem damit, euch anderen viel Spaß in den Ferien zu wünschen.

 

Schöne Ferien, schönen Urlaub und was ihr sonst noch so habt.

Eure Trisha.

Gernot & Niavarani in Klagenfurt (Messe, 14.5.11)

Gernot und Niavarani, 2 Musterknaben, Messhalle Klagenfurt am 14.Mai.2011

 

Geburtstagsgeschenke für meinen Vater finden sich im Normalfall leichter als welche für meine Mutter. Keine Ahnung warum. Dieses Jahr hatte ich wirklich keinen Schimmer und langsam wurde die Zeit knapp. Eine Freundin meiner Mutter postete dann auf Facebook, dass sie zwei Karten für Gernot und Niavarani hätte, allerdings könnte sie nicht hingehen. Die mussten natürlich sofort gekauft werden.

 

Abendveranstaltungen sind für meinen Vater immer problematisch, weil er schließlich um zwei Uhr morgens zur Arbeit muss. Trotzdem freute er sich sehr.

Die beiden Musterknaben sind einfach unglaublich gut. Sie schaffen es sogar in Klagenfurt die Leute zum Lachen zu bringen. Ich hätte nie gedacht, dass das funktioniert. Nichts ist einfacher, als sich über Kärntner lustig zu machen – aber in Kärnten geht das nicht so gut. Aber an dem Abend waren sogar die Urkärntner Nordslowenen und selbst wenn sie die Schmähs nicht so gut fanden, lachten sie wenigstens mit.

Ich hatte jedenfalls schon bei der Pause Bauchkrämpfe vom Lachen. Und meinem Vater ging es da nicht anders.

Die Szenen im Altersheim waren zwar nicht ganz so pointenreich, aber dafür erstaunlich gut gespielt. Jetzt hab ich Angst vor der Zukunft. Pech gehabt.

Ich freue mich schon auf die DVD.

30 Seconds To Mars in Innsbruck (Olympiahalle, 12.6.11)

Die langsame und qualvolle Fahrt von Klagenfurt nach Innsbruck will ich euch nicht weiter schildern. Nur so viel: Regen, enge Bundesstraßen, bergauf mit vollbesetztem, leistungsschwachem PKW. In Innsbruck schien die Sonne. Die Fahrt dauerte um die sieben Stunden! Als wir ankamen, waren meine Schwester und ich erschöpft und müde und sehr erstaunt. Vor der Olympiahalle saßen nämlich schon Leute herum. Und gar nicht mal so wenige.

Unser erster Gedanke: Gott, wie verrückt! Unser zweiter Gedanke: Setzen wir uns dazu! Während Sabrina und ich im Halbschlaf durch Babybaumschatten einen Sonnenbrand vermeiden wollten, erkundeten die anderen beiden die Gegend.

Nach einiger Zeit verschwanden sie durch eine Tür, was natürlich einige Unsicherheit bei uns draußen schlafenden auslöste, besonders, als sie nicht mehr zurückkamen. Nicht im mmindesten ausgeschlafen, aber schon ein bisschen aufgeregt, drängten wir uns also auch durch die Tür und wurden von Polizisten in Schach gehalten. Dabei waren wir eh so brav.

Dafür standen wir ziemlich weit vorne, als wir endlich hinein durften. Als „Vorband“ war ein hüpfender DJ, der mein Kopfweh verschlimmerte. Unglaublich wie sich die Zeit in die Länge ziehen kann, wenn man mit schlechter Musik (also known as Krach) gequält wird.

Noch kurz zur Show. Ich genieße es natürlich, von 2-Meter-Riesen zertrampelt, von kleinen Mädchen zerquetscht und zur Taubheit gequietscht zu werden. Wirklich. Aber ich sage euch was: Die Burschen lassen nach. Jahrelanges ständiges Touren ist halt doch etwas anstrengend und gesundheitsschädigend. Und das merkt man als Zuschauer. So sehr ich sie auch liebe, und so sehr ich es liebe, sie live zu sehen: Macht eine Pause!

Es ist noch immer eine wirklich gute Show und die Stimmung war auch Wahnsinn, nämlich durchgehend. Ich habe lieber mehr akustisch, lieber mehr persönlich, lieber mehr … kleiner. Na ja. Ein anderes Mal vielleicht.

Was ich immer vergesse: Die Hitze. Der Schweiß klebt, das Gewand klebt, Papierschnitzel kleben überall an der Haut und es wird erst besser, wenn man dann im Freien steht.

Vielen Dank an den Riesen, der vor mir gestanden hat. Nachdem er mir mit seinem Arm die Kehle eingedrückt hatte, konnte ich nach ein paar Sekunden wieder normal atmen und nach einer halben Stunde wieder reden. Kein Problem; schon verziehen.

Die Rückfahrt über die Autobahn hat übrigens nur fünf Stunden gedauert – genau gar kein Verkehr. Obwohl wir danach wirklich ausgepowert waren, habe ich mir nie gedacht: Bleiben wir stehen und schlafen erstmal. Wie gesagt, um vier Uhr morgens waren wir wieder zu Hause. Trotzdem: Ziemlich viel Autofahren für zwei Stunden Glück. Was macht man nicht alles …?

Wieder einmal ein Fragebogen.

Schon vor Ewigkeiten gefunden. Ich weiß im Moment nicht, wo. Die Fragen sind also praktisch illegal abgetippt.

1.) Was liest Du gerade?
 Dracula von Bram Stoker und wieder einmal Paula von Isabel Allende

2.) Welches Buch hat Dich zuletzt stark beeindruckt?
 Das letzte Buch, das mich wirklich beeindruckt hat, war Die Stadt der träumenden Bücher von Walter Moers und davor war es jahrelang Reservation Blues von Sherman Alexie.

3.) Sammelst Du irgendetwas? 
eine Buchserie? Hm, wenn ich einmal begonnen habe, eine Serie zu lesen, will ich unbedingt wissen, was der Autor/die Autorin noch daraus macht. Also: Egal wie schlecht es wird, ich lese weiter. Aber sonst sammle ich nur Geschichten.

4.) Schreibst Du Widmungen in Bücher? 
Eigentlich nicht, nur wenn gewünscht.

5.) Schreibst Du Deinen Namen in Deine Bücher? 
Nur wenn ich sie herborge. Aber oft nicht einmal dann. Ich verborge meine Bücher selten und dann weiß ich genau, wer sie hat. Manche Leute haben sie dann jahrelang.

6.) Welches Buch hast Du doppelt?
 Ich habe einige Bücher auf Deutsch und Englisch, zum Beispiel die letzten Harry Potters und Twilights, weil ich natürlich wissen musste, wie es weitergeht. Dann habe ich noch einige Gabriel García Marquez-Bücher auf Deutsch und Spanisch, weil ich sein Spanisch großteils lesen kann, aber eben nicht alles. Und natürlich bekomme ich auch oft Bücher geschenkt, die ich schon habe.

7.) Von wem würdest Du Dir gern was vorlesen lassen?
 Von meinem kleinen Bruder. Manchmal (zweimal bis jetzt) kommt er her und sagt: schau das kann ich lesen. Und dann liest er. Da höre ich gerne zu. Natürlich gibt es einige Erwachsene, die nicht mit freiwillig lesen, sondern mit Sexystimme überzeugen. Ich vergesse nur leider immer die Namen, freue mich aber immer, wenn ich sie höre.

8.) Sitzt Du im Kino lieber am Gang oder in der Mitte? 
Seltsame Frage, oder? Am liebsten sitze ich in der Mitte. Ich sehe so schlecht, dass es dort noch am besten geht.

9.) Welche ist Deine liebste Romanfigur? 
Normalerweise liebe ich die comedian sidekicks. Ron bei Harry Potter, Bubba bei Sookie Stackhouse, Habakuk in der Alpenkönig und der Menschenfeind. Auch bei den Filmen mag ich das. Timon und Pumbaa in König der Löwen, Ron in Harry Potter, Sam in Herr der Ringe- deswegen schaut man sich diese Filme doch an 😉

10.) Nach welchem System ordnest Du Deine Bücher daheim?
 Lehr/Lernbücher und alle anderen. Dann noch ein extra Regal für Bücher, die mir geschenkt wurden, und die ich eigentlich nicht lese. Aber weggeben würde ich sie auch nicht. Ansonsten sind sie gar nicht geordnet. Anfangs waren sie alphabethisch geordnet, aber ich räume die Bücher immer so schnell weg, weil sie in Stapeln neben dem Bett herumliegen. So kommt alles durcheinander.

11.) Lesen: vor dem ins Bett Gehen oder nach dem Aufstehen? 
Abends sind meine Augen zu müde. Die brennen dann immer so. Morgens geht es oft besser. Wenn ich weiß, dass ich nicht die Zeit habe, den ganzen Vormittag zu lesen, dann lege ich meine Brille ins Badezimmer. So trickse ich mich selbst aus und muss aufstehen ohn vorher zu lesen. Ha.

12.) Welches Buch würdest Du Deinem größten Feind schenken? 
Feinden schenke ich nichts, ich ignoriere lieber.

13.) Hardcover oder Paperback? 
Egal. Taschenbuch ist billiger und wird von mir selbst gekauft. Hardcover nur in Ausnahmefällen.

14.) Zeitung aus Papier oder im Netz?
 Sonntagszeitung kommt in echt, sonst alles online.

15.) Von welchem Buch bist Du zum ersten Mal so richtig gefesselt worden? 
Ich weiß nur, dass es mir wirklich Spaß gemacht hat, die Tintenherz-Triologie zu lesen. Sonst jage ich immer nur den Geschichten hinterher. Aber bei diesen Büchern habe ich es genossen, zu lesen.

16.) Deine liebste Literaturverfilmung?
 Normalerweise ist das Buch ja immer besser, als der Film. Deshalb versuche ich das Buch immer erst nachher zu lesen. Bei Illuminati und Herr der Ringe war die Verfilmung auf jeden Fall besser als die Bücher. True Blood ist auch besser als die Sookie Stackhouse-Reihe. Aber sonst? Ich finde auch, dass Twilight, nur der erste Film, die Stimmung vom Buch sehr gut eingefangen hat und somit eine gelungene Verfilmung war.

17.) Tägliche oder wöchentliche Pflichtlektüre? Studium. Sachen, die ich selber schreibe, muss ich immer tausendmal lesen. Zuerst, um daran weiterschreiben zu können. Dann, um alles zu korrigieren.

18.) Bevorzugte Urlaubslektüre? 
Urlaub? Meist nehme ich zu wenige Bücher mit und muss dann alles lesen, was herumliegt. L

19.) Welches Buch sollte jeder Mensch gelesen haben?

Es gibt kein Buch, dass für alle Menschen funktioniert. Also keines. Aber jeder Mensch sollte lesen, wenn er etwas Neues erkunden will. Es geht so leicht durch Bücher. Ich finde auch, je weniger Menschen lesen, desto langweiliger sind sie.