von Kunst leben

Im letzten Jahr ist es für mich immer logischer geworden, von Slamauftritten und Slamorganisation zu leben. Ich habe also nicht mehr als Kindermädchen gearbeitet, sondern eigentlich nur noch für Slam.

Die letzten Monate, eigentlich das ganze letzte Jahr, hat es immer besser funktioniert – und jetzt sind alle Veranstaltungen abgesagt. Workshops finden nicht mehr statt, Veranstaltungen, für die ich Auftragstexte schreiben durfte, finden nicht mehr statt. Veranstaltungen, für die die Vereine Geld bekommen hätten, finden nicht mehr statt. Das Problem: Wir alle (also vermutlich nicht alle, aber viele!) arbeiten auf Honorarbasis. Wir bekommen kein 13. oder 14. Gehalt. Wir werden bezahlt – oft sehr wenig – wenn wir auf der Bühne stehen und sichtbar abliefern. Im Hintergrund schreiben wir an längeren Projekten- arbeiten also erstmal ein, zwei Jahre ohne bezahlt zu werden. Wie überleben wir also bis zur nächsten Bezahlung?

Vermehrt versuchen Künstler*innen über Patreon usw, mit Hilfe von Crowdfunding, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Mit Hilfe von Leuten, die ihre Arbeit lieben und das Geld haben, sie zu unterstützen. Mäzenatentum revival, sozusagen.

Natürlich könnt ihr mich auch so unterstützen. Ich habe vor einiger Zeit diese Seite eingerichtet: https://ko-fi.com/trisharadda. Da könnt ihr mich auf einen Kaffee einladen – oder zwei oder drei. Dazu wird PayPal verwendet, das heißt, ihr braucht keine Kreditkarte, sondern nur ein Bankkonto.

Ich hoffe nur, dass das alles bald wieder vorbei ist, also bleibt gesund und haltet zusammen.