Archiv der Kategorie: Köchin

Weckerln

2015-01-08 22.37.16

Weil ich von Weckerln gesprochen habe… Selbst Brotbacken ist natürlich unverzichtbar. Was braucht man für Brot schon, außer Mehl, Wasser, Germ und …. naja eigentlich nichts.

Da Brot aber blöd zum Schneiden ist- wir sind schrecklich faul- und außerdem auch ungut zum Mitnehmen – wir essen selten Zuhause-, mache ich kein Brot, sondern Weckerln.

Und die mache ich so:

Ich nehme 500g Mehl (darf beliebig gemischt werden, wer isst denn schon immer dasselbe Brot?), ein Päckchen Trockengerm, eine Handvoll Kerne (Kürbiskerne, Sesam usw., kann man auch weglassen), zwei TL Salz, 1 TL Brotgewürz (kann man auch weglassen) und 2EL Öl (zB. Kürbiskernöl passt gut zu Kürbiskernen). Ich vermische die trockenen Zutaten immer ein bisschen miteinander bevor ich das Wasser dazugebe, nicht dass dann ganz unten in der Schüssel der Germ klebt oder so. Germteig und Wassermenge ist immer so eine Sache. Hier sollten 300 ml Wasser eigentlich gut sein. Ich mische es immer nach und nach dazu, denn der Germteig darf nicht kleben. Weder am Mixer oder den Fingern oder der Schüssel. Es muss eine Masse sein und es kann passieren, dass man da fünf Minuten verschwendet, abwechselnd etwas Wasser und etwas Mehl hinein zu kippen in der Hoffnung, dass es irgendwann passt. Ehrlich gesagt hatte ich das Problem nur am Anfang. Jetzt arbeite ich ohne Waage und mach es gleich perfekt passend nach „Gfül“.

Nun, Germteig muss man gehen lassen. Ich stelle ihn immer in die Nähe einer eingeschalteten Heizung und mache irgendetwas anderes. Mindestens eine Dreiviertelstunde braucht er aber schon. Besser eine Stunde.

Backrohr auf 200 °C vorheizen. Dann auf eine bemehlte Arbeitsfläche mit dem Teig, in 8-9 Stücke teilen und Kugeln formen. Etwas (schon wieder keine Mengenangabe) Margarine zergehen lassen. Die Teigkugeln auf das Backblech setzen und flach drücken. Mit der Margarine bepinseln. Mit einem Messer einschneiden und bei 200°C etwa 20 Minuten backen. Dann ein Weckerl herausnehmen, auseinander brechen und kosten. Je nachdem dann nochmal für 5-10 Minuten in den Ofen oder Backrohr abdrehen und auskühlen lassen.

Dieses Rezept mache ich für zwei Personen etwa jeden zweiten Tag.

Sckoko-Nuss-Aufstrich

Anti-Nutella-Nutella 2015-01-09 09.53.57Ich habe mal wieder einen netten Tag auf Facebook entdeckt: Am 5. Februar ist angeblich Nutella-Tag! Da ich keine Beweise habe, dass dem nicht so ist, werde ich euch sagen, was in einer Nutella drinnen ist: Fett und Zucker. Das ist der perfekte Start in den Tag! So lecker das Zeug auch ist, es ist unverschämt teuer. Und da ich von meiner Haselnussmilch noch so viel „Nuss-Gatsch“ übrig hatte, habe ich selbst einen Schoko-Nuss-Aufstrich gemacht. Der natürlich gar nicht wie Nutella schmeckte, aber trotzdem voll lecker. Also: die Haselnussmilch habe ich aus 100g Nüssen gemacht. Also nehme ich an, dass im Aufstrich auch etwa 100g Nüsse waren. 🙂 Ich habe zuerst ein wenig Schokolade (Koch,Back,Nikolo- was auch immer ihr grad dahabt) mit ein wenig Margarine geschmolzen. Ein wenig ist keine Mengenangabe- ja, dessen bin ich mir bewusst. Ich nehme an, es waren vielleicht 100g jeweils. In diese Flüssigkeit leert ihr dann einfach die Nüsse und rührt noch ein bisschen weiter. Wenn die Masse zu fest ist, könnt ihr ja noch etwas Margarine dazugeben. Aber eigentlich ist es eine flüssige Masse, die noch über Nacht in den Kühlschrank muss, um streichfertig zu werden. Einfach in ein Glas mit Schraubverschluss füllen und auskühlen lassen. Schmeckt großartig, gewinnt dank dem Fehlen von diversen Farb- und Zusatzstoffen aber sicher keinen Schönheitspreis! Ganz besonders gut schmeckt´s, wenn man die Weckerln auch noch selbst macht!

Haselnussmilch

Kuhlose Milch! Dazu gibts gleich ein Bild von einer glücklichen Kuh! Bild geklaut hier:http://www.happykuh.de/dringend/  (auf diese Seite solltet ihr unbedingt mal schauen)
Kuhlose Milch! Dazu gibts gleich ein Bild von einer glücklichen Kuh! Bild geklaut hier: http://www.happykuh.de/dringend/ (auf diese Seite solltet ihr unbedingt mal schauen)

Kuhmilchlose Milch darf übrigens nicht Milch genannt werden.

Reismilch hat ja einen ziemlich komischen, vor allem fast alles dominierenden Eigengeschmack. Haselnussmilch ist hingegen die leckerste Milch, die ich je gemacht habe. Ich habe ja weder Kuhmilch noch Reismilch einfach so getrunken, weil das komisch schmeckt. Aber die Haselnussmilch kann man immer trinken. Auch sehr gut bei Müsli. Yamm.

Also, man nimmt 100g Haselnüsse und legt sie über Nacht ins Wasser ein, dann wäscht man sie ab und gibt ca. 1 Liter Wasser zu den Nüssen und mixt oder püriert alles zusammen. Dann braucht man noch einen Topf und ein Geschirrtuch. Man hält das Geschirrtuch über den Topf und gießt die Milch durch das Tuch in den Topf. Dabei wünscht man sich mindestes zwei Arme mehr, aber es funktioniert auch so. Tuch gut auswinden. In dem Tuch hat man jetzt 100g Nüsse, die man später weiterverarbeiten kann (Kuchen, Aufstrich, Nudelsoße usw). Im Topf hat man (kommt drauf an wie viel sich im Tuch verfangen hat, aber) auf jeden Fall über einen halben Liter Milch. Die Milch kocht man jetzt auf, lässt sie ein bisschen auskühlen und würzt sie nach Belieben. Ich habe Honig (ist übrigens nicht vegan!) dazugetan und das bei mir nie fehlende Päckchen Vanillezucker. Nach dem Abkühlen in ein Glas oder eine Flasche (die in den Kühlschrank passt) füllen. Fertig.

Milch ist für Babys!

Als letzte Woche wieder einmal diskutiert wurde, ob man Babys in der Öffentlichkeit stillen sollte oder nicht, dachte ich, es wäre einmal an der Zeit, euch zu erzählen, dass die meisten von euch Muttermilch zu sich nehmen. Jeden Tag. Aber nicht irgendeine Muttermilch. Nein, die Muttermilch einer anderen Spezies. Gratulation, das ist das Natürlichste auf der Welt!

Seit eine Freundin von mir erzählt hat, dass sie jetzt Veganerin ist, beschäftige ich mich mit den Hintergründen der veganen Ernährung (wie euch vielleicht schon aufgefallen ist) und recherchiere auch immer wieder über die Tierhaltung in Österreich, bzw. die „Essensproduktion“. Je mehr ich herausfinde, wie Tierhaltung in Österreich gehandhabt wird, desto weniger möchte ich irgendetwas essen, was so grauslich produziert wurde. Also: Weiterlesen auf eigene Gefahr.

Menschen und Kühe (Rinder) sind Säugetiere.

Menschen geben Milch, nachdem sie ein Kind bekommen haben.

Kühe geben Milch, nachdem sie ein Kind bekommen haben.

Kühe (weibliche Rinder) sind bereits nach 7 oder 8 Monaten geschlechtsreif. In der heutigen Zeit werden sie im Alter von ca. 30 Monaten zum ersten Mal geschwängert, meist durch künstliche Befruchtung. Erst im Alter von 5 Jahren sind sie ausgewachsen.

Damit die Kuh immer viel gute Milch gibt, sollte sie einmal im Jahr ein Kalb zur Welt bringen. Die Schwangerschaft dauert 9 Monate und 9 Tage (+/-). Die weiblichen Kälber dienen dann wieder der Milchproduktion, während die männlichen Kälber als Zucht- oder Mastbullen gehalten werden, bzw. gleich abgeschlachtet werden. Je nachdem.

Etwa 10 % des Nachwuchses sterben in den ersten Lebenswochen, was hauptsächlich auf Fütterungsfehler zurückzuführen ist. Fütterungsfehler??? Naja, ganz einfach: Meistens wird das Kälbchen etwa 12 Stunden nach der Geburt von der Mutter getrennt und kommt in eine Kälberbox. Diese ist etwa sechs Quadratmeter groß.

Natürlich gibt es auch Mutterkuhhaltung, wo die Kälber ca. 5 Monate lang bei der Kuh bleiben und so viel trinken können, wie sie wollen und wann sie wollen.

Bei der Zufütterung durch den Menschen weichen die Angaben natürlich sehr voneinander ab. Da wird ab dem ersten Tag Wasser und Heu zugefüttert und nach 6 Wochen die Milch abgesetzt. Bei Bullenkälbern ist es üblicher, sie zwei Wochen mit Milch zu füttern und dann zu verkaufen.

Aber wenn die Kälber Milch bekommen, heißt das nicht, dass sie diese Milch von der Mutter bekommen. Die Milch kommt aus den Automaten, oft vermischt mit Wasser, 3-8 Liter am Tag (unterschiedlich nach Alter, Haltung usw).

Bis zum Alter von zwei Wochen (oder 6 Wochen, untersch. Angabe) ist das Enthornen ohne Betäubung erlaubt. Dabei wird ein Brenndraht auf eine Temperatur von mindestens 500°C erhitzt und die Hornanlage zerstört. Wenn es nicht heiß genug ist, kommt es oft zu Blutungen.

Kühe werden heute so gezüchtet, dass sie sehr viel mehr Milch geben, als ein Kalb brauchen würde. Und trotzdem darf das Kalb nicht bei der Mutter bleiben. Das Kalb braucht, wie oben erwähnt, etwa 8 Liter pro Tag, die heutige Kuh produziert etwa 20 bis 40 Liter pro Tag. Das sind in einem Jahr 8000 bis 10000 Liter Milch.

Jetzt sind wir aber tatsächlich mit dem Spruch aufgewachsen, dass Milch gesund ist und wir gar nicht genug davon bekommen können.

In den letzten zehn Jahren gab es immer wieder Studien, die belegt haben, dass einige Krankheiten durch zuviel Milchkonsum verschlimmert werden. Auf Knochenbrüche und Osteoporose (siehe weiter unten) hat Milchkonsum, soweit wir heute wissen, übrigens keinen Einfluss.

Klar ist: Das Beste für ein Baby ist die Muttermilch. Wenn Wölfe zu wenig Milch haben, holen sie sich eine andere Wölfin, die die Kinder versorgt. Eine Amme also. Die Wölfin geht nicht zu einem Kamel oder zu einem Eisbären: nein, sie geht zu einer anderen Wölfin.

Der Mensch jedoch geht zur Kuh. Zur Kuh? Kälber trinken Kuhmilch. Kühe trinken Wasser. Der Mensch nimmt den Kälbern die Milch weg und macht dann auch noch Werbung, wie toll fremde Milch für die Kinder ist?

Erwachsene Tiere trinken keine Milch. Außer beim Menschen.

Das echte Problem mit der Milch, die es überall zu kaufen gibt, ist, dass die meisten Milchprodukte mit Hormon- und Pestizidrückständen und Pilzen belastet sind. Wenn man über einen Liter Milch pro Tag trinkt, steigt das Krebsrisiko enorm an.

Bei sehr vielen Menschen ist es so, dass sie Milchprodukte gar nicht vertragen. Häufige Erkältungen, Mittelohrentzündungen, Asthma, Bronchitis, Heuschnupfen und Neurodermitis  kann man auf den Milchverzehr zurückführen.

Kleiner Tipp: Wenn ihr in der Früh, nach dem Kaffee oder dem Müsli Darmbeschwerden habt, liegt das nicht am Müsli oder am Kaffee, sondern vermutlich an der Milch, die drin ist. Probiert es doch einfach mal aus: Was passiert, wenn ihr die Milchprodukte weglasst?

Osteoporose kommt häufiger bei Frauen vor als bei Männern, und bei Frauen ab der Menopause. Das heißt, dass die Knochendichte abnimmt und man sich leichter die Knochen bricht (zB die Hüfte). Durch die Übersäuerung des Menschen verbraucht der Körper die in den Knochen eingelagerten Calciumbestände zu schnell, also hat der Körper zu wenig Mineralstoffe. Übersäuerung (Sodbrennen ist nur ein Symptom davon) entsteht durch: Tierische Eiweiße (Fleisch, Wurst, Fisch, Eier), Milch, Sojaprodukte, Süßspeisen, Kaffee, Cola, Alkohol, Nikotin. Auch durch übertriebenen Sport, Angst, Stress usw. Vorbeugend ist regelmäßige Bewegung aber wichtig.

Das heißt: Wir trinken nicht zu wenig Milch, wir essen zu viel Scheiß.

Das war jetzt natürlich wieder einmal ein Thema, dass so minimalistisch dargestellt wird, dass jedem, der/ die sich damit auskennt, vermutlich die Haare zu Berge stehen. Wer sich genauer dafür interessiert, diese Quellen habe ich benutzt und es gibt natürlich noch hunderte andere, die ich jetzt nicht berücksichtigt habe.

Quellen:

http://www.soylent-network.com/doku/index.htm

http://www.kuhparadies.de/index.php

https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/11306/page/1/

https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/6947/page/1/

http://www.bauernhof.net/index1.htm

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/milch.html

Die Keks-Saison hat begonnen!

Kurz vor dem Tod der Schokokekse.
Kurz vor dem Tod der Schokokekse.

Nachdem ich jahrelang nie in Weihnachtsstimmung kam, bevor es tatsächlich losging, habe ich mich selbst überrascht und dank ganz vieler Keksrezepte, die plötzlich um mich herumschwirrten, war ich schon Anfang November im Keksbackfieber. Was ziemlich nahe an Weihnachtsstimmung herankommt, finde ich.

Für Kekse gilt im Normalfall die 1-2-3-Formel. 1x Zucker, 2x Butter, 3x Mehl. Also wenn du 100g Staubzucker nimmst, mit 200g Butter und 300g Mehl verkneten. Bevorzugterweise macht man das übrigens mit den Händen, sonst macht es weniger Spaß.

Hat man einmal diese Masse kann man nach Belieben Kakaopulver, Nüsse, Kokos, Vanille, WasAuchImmer in den Teig dazukneten. Manche rühren auch noch ein Ei dazu, vollkommen überflüssig, wenn ihr mich fragt.

Manche lassen den Teig zugedeckt im Kühlschrank rasten, andere verarbeiten ihn gleich weiter: Da ich mich nicht entscheiden konnte, habe ich ihn mal eine halbe Stunde rasten lassen, wozu auch immer (kann das jemand beantworten?). Dann habe ich einen Teil des Teiges genommen und ausgerollt. Warum nicht gleich den ganzen Teig?, fragt ihr euch. Da kommt es einfach drauf an, wie viel Platz man hat. Ich habe keinen. Bei mir musste der Wäscheständer als Ablagefläche herhalten. Ausgestochene Kekse kommen aufs Backpapier und warten bis das Rohr heiß genug ist.

Wäscheständerküchenkastl
Wäscheständerküchenkastl

Backen: 170°C, etwa zehn Minuten: nicht bis sie braun werden, eher vorher rausnehmen. Solange sie heiß sind, sind sie weich. Wenn sie abkühlen, werden sie härter.

Natürlich kann man eine fertige Schokoglasur kaufen, aber in dem Fall habe ich sie selbst gemacht. Sie wurde allerdings sehr lange nicht hart- ich habe die Kekse über Nacht so liegen gelassen- also: alle, die ich nicht aufessen konnte. Ich weiß die Menge leider nicht mehr genau, ich glaube es war halb so viel Margarine wie Schokolade. Ungefähr. Man füllt Wasser in einen großen Topf und die Schoko+Butter in einen kleinen darüber. Dann rührt man alles gut um. Das Wasser im unteren Topf sollte nur heiß sein, es muss nicht kochen. Und es darf auf keinen Fall Wasser zur Schoko kommen, denn sonst verklumpt alles und wird sofort hart.

Faul wie ich bin habe ich die Kekse alle eingetaucht. Einige habe ich auch zu Doppelkeksen zusammengeklebt- auch mit der Schoko oder einige auch mit Marmelade.

Weil mir noch Schokosoße übrig geblieben ist, habe ich Kokosraspeln dazugemischt, bis das eine weiche, aber formbare Masse wurde. Dann habe ich diese „Kugeln“ nochmal in Kokosraspeln gewälzt und in den Kühlschrank gestellt. So ungesund! Ich liebe es!

Kokos Kokos
Kokos Kokos

Da meine Küche aber so winzig ist, und wir ja nicht einmal einen Esstisch haben, auf dem wir uns ausbreiten könnten, werde ich diese Keksbäckerei in Zukunft aber bei irgendwem machen müssen und nicht mehr zu Hause. Bietet sich jemand an?

Malakofftorte ohne Ei, ohne Rum, ohne Gelatine

2014-11-08 11.22.06Ohne alles, was bleibt denn dann noch?

Trotzdem – möchte ich gleich am Anfang sagen –  ist es eine unvegane Torte, tut mir leid, aber ich war einfach zu faul, um die Biskotten selbst zu machen. Bei der Suche danach bin ich auf dieses Rezept gestoßen, falls ihr es braucht. Außerdem bin ich auf eine lustige Liste von Manner gekommen, auf der alle Artikel aufgelistet werden, die vegan sind. Das Lustige daran ist, dass kein einziges Manner-Produkt vegan ist. Wenn ich streng vegan wäre, würde ich heulen, aber ich bin ja nur Vegetarierin.

Nachdem die bösen Biskotten schon mal da waren (noch dazu mit Eiern aus Bodenhaltung!), habe ich auch noch billigste Milchprodukte dazu gekauft, ganz einfach damit es billig und böse bleibt und schnell vernichtet werden muss.

Hier also das Rezept, das allen Naschkatzen genauso gut schmecken wird wie mir:

Zuerst einen halben Liter Vanillepudding zubereiten und auskühlen lassen. Dann habe ich 160g Margarine mit 160g Staubzucker lange vermixt. Falls ihr geriebene Nüsse zuhause habt, auch 100g dazu. Wenn der Pudding kalt ist, kommt er zu der Masse, einfach dazu mixen.

Dann die Biskotten. Tja, ich habe sie in Kakao getunkt, aber mir persönlich war das zu weich, fast wässrig. Werde ich das nächste Mal weglassen. Biskotten muss man noch spüren, die sollen nicht auf der Zunge schmelzen.

Jetzt abwechselnd immer eine Schicht Biskotten und eine Schicht Creme in eine Springform (oder irgendeine andere Form). Je nachdem, wie dicht man die Biskotten legt, reichen ein oder zwei Schachteln. Oben sollte eine Schicht Creme sein.

Danach über Nacht in den Kühlschrank geben.

Am nächsten Tag mit Schlagobers und Kakaopulver, Nüssen usw. dekorieren. Nach Belieben, wies so schön heißt.

Guten Appetit!

Die Martinigans lebt!

Menschen die niemals traditionsbewusst leben, niemals religiös waren, lassen plötzlich den Oberprediger raushängen, wenn es ums Martinigansl geht! Diese Scheinheiligkeit geht mir persönlich bei meinen Bekannten sehr auf die Nerven, soll aber hier nicht im Mittelpunkt stehen.

euer Essen dauert noch ein bisschen.
euer Essen dauert noch ein bisschen. Bild geklaut bei: http://www.tposcht.ch/fotos/alben-2012/gans-guggel-esel-und-co/

Kennt ihr den Gänserich Martin noch, aus Nils Holgerson? Tja, an die Geschichte kann ich mich kaum noch erinnern, ich war einfach zu klein.

Aber ich brauche einen Namen für meine Gans in meiner Gänsegeschichte. Also können wir genauso gut Martin nehmen.

Also, Martin hatte Glück. Er war ein schöner Gänserich und wurde außerdem auf einem Bauernhof geboren. Reines Glück, wo doch so viele Gänse in Mastbetrieben gezüchtet werden, wo sie nach 10 Wochen ständiger Überfütterung abgeschlachtet werden, obwohl sie eine Lebenserwartung von 25 Jahren hätten.

Seine Aufgabe war es, fremde Leute anzukündigen und zu verjagen. Der Wachhund war schon alt und faul, Martin war genau richtig für diese Aufgabe. Unter den vielen Artgenossen fand er auch schnell eine Frau. Gänse bleiben sich ein Leben lang treu, Scheidung kennen sie anscheinend nicht. Egal, Martin war ja glücklich.

Eines Tages kam ein kleines Mädchen auf den Hof und ratet mal: Martin hat sie vertrieben und in den Finger gezwickt. Das Mädchen war natürlich voll die Dramaqueen und hat losgebrüllt, als wäre Martin ein Wolf.

Jetzt, Leute, jetzt war es mit Martins Glück vorbei. Der Besitzer war wütend. Ohne Betäubung wurden Martin die Federn ausgezupft. Das tat ordentlich weh, ganze Hautstücke wurden mitabgerissen. Aber lange musste Martin sowieso nicht leiden. Seine Kehle wurde aufgeschlitzt und die Schmerzen waren bald vorbei. Martins Frau trauerte lange um ihn, weil Gänse sind halt mal so.

Wie ihr seht, hatte Martin viel Glück.

Die meisten Gänse, die ihr esst, haben nicht so viel Glück.

  • In Mastbetrieben ist die einzige Aufgabe der Gans, schnell Gewicht zuzulegen
  • Überzüchtung und enge Haltungsbedingungen führen zu:
    • Gelenkentzündungen
    • Atemnot
    • Herzanfällen
    • gebrochnenen Beine
    • Tod durch Zertrampelt werden von Artgenossen
  • Gänse, wie auch Hühnern, werden kopfüber an ein Fließbandsystem eingehängt, kurz betäubt, dann schlitzt ein Messer die Kehle auf. Wenn die Betäubung versagt, sind die Schmerzen natürlich furchtbar.
  • Gänse werden nach 10 Wochen ermordet, Lebenserwartung: 25 Jahre
  • Die Gänse bekommen Getreide gefüttert, das eigentlich auch für die Ernährung von Menschen wichtig wäre.
  • Außer totem Tier esst ihr auch: Antibiotika, Cholesterin und Fett

Also: Mahlzeit!

Genauere Infos: http://www.peta.de/martinstag?pk_campaign=newsnov2014#.VGJtHL69tz8

Pudding-Marmorkuchen-Herz

Nachdem meine Springform langsam rostet, habe ich eine neue Form gekauft. Diesmal eine Silikonform. Mal schauen, wie lange die mich aushält.

Puddingkuchenherz
Puddingkuchenherz

Man macht also einen ganz normalen Kuchen. Dafür nehme ich immer wieder andere Sachen. Ehrlich gesagt, kann ich mich nicht mehr genau erinnern, was in diesem alles drin war, weil ich immer mit einem Rezept anfange und dann irgendwie weitermache, je nachdem, was ich gerade zu Hause habe.

In etwa sollte es das hier gewesen sein: Man rührt 150g Margarine, 150g Zucker und 1 Pk. Vanillezucker zusammen. Dann gibt man 300g Mehl und 1Pk. Backpulver dazu. Schließlich mischt man noch 100ml (Soja-)Milch dazu. Meist mische ich noch ein paar geriebene Nüsse dazu, wegen dem extra guten Geschmack. Dann teilt man den Teig auf und mischt in die eine Hälfte des Teiges ein paar Esslöffel Kakaopulver.

In die Form (befetten!) gibt man dann den Teig. Da mein Marmorkuchen nie richtig marmoriert ist, habe ich diesmal zwei Esslöffel dunklen Teig, dann zwei Esslöffel hellen Teig in die Form gekleckst, immer abwechselnd. Dauert zwar länger, aber ergibt ein schönes Muster.

Dann ab in den Ofen, bei 160°C ca. 45-60 min.

Währenddessen aus einem halben Liter Milch einen Vanillepudding machen und etwas auskühlen lassen.2014-11-03 00.04.04

Wenn der Kuchen aus dem Ofen kommt, stürzen und auskühlen lassen. Dann gerade schneiden und waagrecht auseinander schneiden. Den Pudding verteilen und den Kuchen wieder zusammensetzen. Dann restlichen Pudding auf den Kuchen draufstreichen.

Soooo lecker.

Pastinakencremesuppe mit Pofesen

PastinakencremesuppeWie zum Teufel schreibt man Pofesen oder Bufesen oder … ach, ist doch egal. Die meisten Leute, die man fragt, haben sowieso noch niemals davon gehört. Geschweige denn von Pastinaken. Pastinaken sind so komische Wurzeln, die aussehen wie Karotten- denen die Farbe ausgegangen ist. Oder wie Sellerie. Oder wie Kohlrabi der sich verkleidet wie eine Karotte. Oder so.

Aber keine Angst vor Neuem, Pastinakensuppe schmeckt nämlich unglaublich gut.

Man nehme etwa 300g Pastinaken. Man findet sie beim Gemüse, jetzt bei Wintergemüse-Sonderangeboten. Man schneide (und wie ich diese Form hasse also werde ich wieder mal mittendrin in normale Sprache wechseln) sie in kleine Stücke. Dann schneidet man eine kleine Zwiebel in kleine Stücke und gibt sie zusammen mit einem EL Butter in einen großen Topf. Anschwitzen nennt man das bei Zwiebeln, wies bei Pastinaken heißt, weiß ich nicht, aber die kommen da auch dazu. Dann gießt man einen Liter Suppe dazu (wenn man Suppe hat, meist muss man sie machen: im Grunde könnte man jetzt einen Liter Wasser und zwei Suppenwürfel in den Topf geben, der Einfachheit halber) und lässt alles etwa zehn Minuten köcheln. Dann wird alles noch püriert. Und ein kleiner Becher Schlagobers kommt dazu. Noch mal pürieren.

So. Nun zu den BufesenPofesen -Suppeneinlage.

Man nimmt ein (oder zwei oder drei) Ei(er) und vermischt sie mit etwas Wasser oder Milch. Dann reibt man Käse dazu. Einige Scheiben Toastbrot schneidet man zu Stücken, aber nicht zu klein, sonst weicht es zu schnell auf. Man legt die Toaststücke kurz in die Ei-Mischung und backt sie dann mit etwas Öl in einer Pfanne heraus.

Das schmeckt so unglaublich gut, dass ich euch nur noch „Viel Spaß“ beim Nachmachen wünschen kann.

Muffin-Cookies ohne Milch und Eier

Muffin-CookieAm leichtesten sparen kann man, wenn man gar keinen Kuchen mehr isst. Ist das eine Option? Nein!

Also lässt man kostspielige Zutaten weg.

Wunderbare Idee ist dabei dieses Rezept, dass wirklich gut schmeckt, ganz ohne Milch (1 l für 1,09€) und Eier (6 Stk. 2,99€).

Was braucht man stattdessen? Man nehme 200g Mehl, 80g geriebene Nüsse, 50g Kakaopulver und 1 Pkg. Backpulver und vermische alles in einer Schüssel. Dann nimmt man 80 ml Öl und mischt 80g Zucker und 1 Esslöffel Vanillezucker dazu. Es sollte neutrales Öl sein, allerdings hatte ich nur Olivenöl zuhause. Ob das neutral ist, bezweifle ich, allerdings hat es gut geschmeckt, also was solls.

Man mischt das Ölgemisch in die trockenen Zutaten und dann nimmt man 125 ml Wasser oder Orangensaft und mixt alles zusammen. Bei mir stimmte das Verhältnis aber gar nicht und ich musste noch einmal dieselbe Menge Wasser dazumischen.  Der Teig ist dann sehr fest, sodass man ihn ohne Probleme einfach auf ein Backblech klatschen kann, falls man keine Muffinform hat.

Also, wenn man braunen Teig aufs Backpapier klatscht, schaut das ja total scheiße aus- im wahrsten Sinne des Wortes. Aber davon muss man sich nicht abschrecken lassen. Sobald diese Cookies 15-20 min. bei 200 °C vor sich hingebacken haben, sieht es aus wie Muffinköpfe aussehen sollten.

Der Name ist alles, was zählt.

Werfen wir einen Blick auf die Einkaufsliste:

Mehl   0,55 €, verbraucht also 0,11 €

geriebene Haselnüsse 1,59€, verbraucht 0,63€

Kakaopulver 1,55€, verbraucht 0,62€

3 Pkg Backpulver (0,49€), verbraucht 0,16€

Zucker 1,19€, verbraucht 0,09€

Vanillezucker 0,99€, verbraucht 0,33€

Öl 2,99, verbraucht 0,33€

Eingekauft also um: 9,35€, verbraucht aber: 2,27€