Wieviel liest du wirklich? – Februar 2015

Februar 2015:

  1. Proseminararbeit zwei schreiben.
    1. diese Bücher verwendet, aber nicht ganz gelesen:
    2. Brunner, Horst: Geschichte der deutschen Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Stuttgart: Reclam 1997.
    3. Reichert, Hermann: Walther von der Vogelweide für Anfänger. 3., überarb. u. erg. Aufl., Wien: Facultas 2009.
    4. Rüther, Hanno: Mythos von den Minnesängern. Entstehung der Moringer-, Tannhäuser- und Bremberger-Ballade. Köln, Weimar, Wien: Böhlau 2007.
    5. und noch ein paar mehr, die hier zu viel Platz brauchen und mich sowieso nerven 😦
    1. für Fachprüfung Deutsch vorbereiten
    2. falls ihr mal Fragen zur Rechtschreibung habt: Ich musste das ARW auswendig lernen, stinklangweilig, aber hier.
  2. Eragon 3 wiedergelesen
  3. Pride and Prejudice wiedergelesen
  4. Jane Eyre gelesen
  5. Das Schwert der Wahrheit 2 begonnen wiederzulesen (das hat über 1300 Seiten, da braucht man eine Weile)

und da war der Feber auch schon wieder um…

Was essen Vegetarier – Woche zwei

Zu den Fragen von letzter Woche kommt Folgendes dazu: Bei Vegetariern ist es ja recht klar: kein Fleisch, kein Fisch. Aber bei Veganern wird nachgefragt: Milch?, Käse?, Schokolade?, Aber überall ist doch Butter oder so was drin, oder? Schon okay, geb ich gerne Auskunft. Was mich eher stört, ist die Frage: „Darfst du das essen?“ Weil: Ja, natürlich darf ich das essen. Alles darf ich essen. Ich bin nicht allergisch. Ich will es nur nicht essen. (Vorsicht, jetzt werd ich arrogant: ) Und wenn ihr darüber nachdenkt, wollt ihr es eigentlich auch nicht essen, aber ihr wollt eure Gewohnheiten nicht ändern.  PS: Ja, in der Leberwurst ist auch totes Tier und Salami besteht auch nicht aus Gänseblümchen. Wer sich informieren will: hier (Milch) und hier(Gans). Ich glaube kaum, dass irgendjemand sagt: Ja, das muss so sein. Nur so kann man Fleisch und Milch produzieren, anders geht es nicht! Es geht! Und es wird! Aber zu wenig! In einer Gesellschaft, die als zivilisiert bezeichnet wird, ist es nicht vertretbar, unter diesen Umständen Lebensmittel zu produzieren. Wir leben in einer Welt, in der man sehr gut zurecht kommen würde, ohne dass man Tiere dafür ausnutzt. Es geht mir nicht darum, dass ein Bauer ein Schwein für einen Braten schlachtet. Wers braucht, bitte. Es geht mir um die Massentierhaltung, die ich nicht unterstützen will. Und nicht unterstützen muss.


(wenn irgendwo Milch vorkommt, verwende ich Haselnussmilch, statt Butter v. Margarine)

Woche zwei Sonntag

  • Frühstück: Äpfel und Bananen und Tee
  • Mittag: Pizza, Salat und Kuchen (Oma-Geburtstag)
  • Abend: Reste von der Pizza

Montag

  • Frühstück: Biskuitroulade und Tee
  • Mittag: Quinoa mit Mais und Paprika und Tee
  • Abend: Grießbrei und Wasser

Dienstag

  • Frühstück: rest. Biskuitroulade und Tee
  • Mittag/Abend: Brokkolisuppe und Tee
  • Snack: Apfelchips

Mittwoch

  • Frühstück: Milchreis (Haselnussmilch) und Tee
  • Mittag: Obstsalat und Wasser
  • Abend: Weckerln mit Linsenaufstrich und Tee

Donnerstag

  • Mittag: Grüner Salat mit Paprika und Tee
  • Abend: Weckerln mit Linsenaufstrich und Wasser

Freitag

  • Frühstück: Sojajogurt mit Cornflakes und Tee
  • Mittag: Quinoa mit Gemüse und Wasser
  • Abend: restl. Quinoa und Wasser

Samstag

  • Frühstück: Sojajogurt mit Cornflakes und Tee
  • Mittag/Abend: Lasagne und grüner Salat und Wasser

Sonntag

  • Frühstück: Sojajogurt mit Cornflakes und Wasser
  • Mittag: Weckerl mit geräuchertem Tofu und Linsenaufstrich mit grünem Salat und Wasser
  • Abend: Pudding und Tee

Vegetarier? Vegan? Was isst denn dann?

Jeder Veganer oder Vegetarier hört diese Frage geschätzte fünfzig Mal im Jahr. Mir geht diese Frage ziemlich auf die Nerven, weil: Man entscheidet sich dafür, etwas nicht zu essen (Fleisch oder Tierische Produkte allgemein). Daraus sollte Durchschnittsmensch doch schließen können, dass ich sonst alles esse. Außer Schwammerln. Schwammerln hasse ich wie die Pest, aber das ist mein Problem. Tja. Jetzt, wo meine Schwester nicht da ist, werde ich euch genau aufschreiben, was ich so esse. Ihr könnt dann natürlich kommentieren: Zu wenig, zu viel, zu ungesund, zu gesund, zu süß zu salzig usw. Ist nicht der Zweck dieser Übung, denn: Ich will eure Frage beantworten. Die Frage: „Was isst du denn dann überhaupt?“ ist danach nicht mehr zulässig.


WOCHE eins Heute ist Samstag. Ich bin ziemlich krank, das wird diese Woche also nicht normal.

Samstag

Sonntag

  • Frühstück: Grießbrei (aus Haselnussmilch) und Tee
  • Mittag/Abend: Brot mit Hummus und Tee

Montag

  • Frühstück: Brot mit Nussaufstrich und Tee
  • Mittag/Abend: Nudeln mit Tomatensauce und Wasser

Dienstag

  • Frühstück: Milchreis und Tee
  • Mittag: Karotten und Hummus und Tee
  • Abend: Mozzarellasalat und Wasser

Mittwoch (kein Fieber mehr!)

  • Frühstück: Apfelmus und Tee
  • Mittag/Abend: Marmorkuchen und Tee

Donnerstag

  • Frühstück: Marmorkuchen und Tee
  • Mittag: Nudeln mit Tomatensauce und Tee
  • Abend: Marmorkuchen und Tee

Und da es langsam offensichtlich wird, dass ich NICHTS mehr Zuhause habe, muss ich morgen wohl einkaufen gehen.

Freitag

  • Frühstück: Kuchen und Tee
  • Mittag/Abend: Nüsse, Äpfel, restl. Nudeln und Tee
  • Memo an mich: GEH ENDLICH EINKAUFEN!

Samstag

  • Frühstück: restl. Kuchen  (jetzt ist er weg!) und Tee
  • Mittag: Couscous mit Karotten, Mais und grünem Paprika und Wasser
  • Abend: Brot mit Linsen-Aufstrich und Tee

und das war Woche eins. Das hat wohl gar nichts gebracht, denn ich war die Hälfte der Zeit zu schwach, um zu kochen oder einkaufen zu gehen.

Nach -innen, bitte

Bild: http://www.coasttocoastcentral.com/wp-content/uploads/2015/01/my2.jpg
„We realize the importance of our voice when we are silenced.“ Bild: http://www.coasttocoastcentral.com/wp-content/uploads/2015/01/my2.jpg

Staatsgrundgesetz Art.12

  • „Die österreichischen Staatsbürger haben das Recht, sich zu versammeln und Vereine zu bilden. Die Ausübung dieser Rechte wird durch besondere Gesetze geregelt.

§30 Vereinsgesetz

  • „Ausländer, Frauenspersonen und Minderjährige dürfen als Mitglieder politischer Vereine nicht aufgenommen werden.“

1867, Österreich wird konstitutionelle Monarchie

Nein, das gilt heute nicht mehr. Und natürlich wurde es bald besser:

Mai-Verfassung 1934

  • Artikel 16
  • (1) Alle Bundesbürger sind vor dem Gesetze gleich. Sie dürfen in den Gesetzen nur soweit ungleich behandelt werden, als es sachliche Gründe rechtfertigen. Insbesondere sind Vorrechte der Geburt, des Standes oder der Klasse ausgeschlossen.
  • (2) Frauen haben die gleichen Rechte und Pflichten wie die Männer, soweit nicht durch Gesetz anderes bestimmt ist.

Dieses Gesetz ist sehr offen formuliert, man kann alles hineindeuten, wie es einem gerade passt.

Heute gilt das auch nicht mehr.

Damals hat man gesagt: „Alle Menschen sind gleich“, aber gemeint hat man „Alle Männer sind gleich“. Natürlich hat das überhaupt nichts mehr mit heute zu tun. Natürlich ist das ja schon soooo lange her. Natürlich stehen wir jetzt im Gesetz, also wir Frauen. Und wir freuen uns darüber. Echt. Aber wir zeigen es auf komische Art. Auf eine klischeehafte, oft Vorurteile bestätigende, meist zum Fremdschämen gezwungene Art.

Mädchen tun alles, um Männern zu gefallen. Noch immer. Und sie werden auch nicht damit aufhören, und das ist auch okay. Denn bevor wir den Männer gefallen, schauen wir in den Spiegel und dann gefallen wir uns selbst.

Und ihr könnt über die lächerlichen Binnen-I-Orgien meckern, so viel ihr wollt, wir bleiben im Gesetz, wir bleiben in der Öffentlichkeit, wir bleiben in euren Leben.

Und das soll man sehen können. Jeden einzelnen Tag.

Nur weil etwas in Europa zufällig gerade die letzten dreißig Jahre immer besser funktioniert, heißt das nicht, dass wir schon Ruhe geben. Dass wir mit dem kleinen Fingernagel, den ihr uns gegeben habt, zufrieden sind. Sind wir nicht.

Und an alle Männer, die sagen, sie werden ungerecht behandelt, weil eine Frau ihren Job haben will, eine kleine Erinnerung. Alle UNO-Staaten haben das hier unterschrieben:

1980: Convention of the elimination of all forms of discrimintion against women – CEDAW (UNO)

  • Art. 3
  • Die Vertragsstaaten treffen auf allen Gebieten, insbesondere auf politischem, sozialem, wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet, alle geeigneten Maßnahmen, einschließlich der Verabschiedung von Rechtsvorschriften, zur Sicherung der uneingeschränkten Entfaltung und Förderung der Frau, damit gewährleistet wird, daß alle Frauen die Menschenrechte und Grundfreiheiten gleichberechtigt ausüben und genießen können.
  • Art. 4
  • Vorübergehende Sondermaßnahmen der Vertragsstaaten zur beschleunigten Herbeiführung der De-facto-Gleichberechtigung von Mann und Frau gelten nicht als Diskriminierung im Sinne dieser Konvention, dürfen aber keinesfalls die Beibehaltung ungleicher oder gesonderter Maßstäbe zur Folge haben; diese Maßnahmen sind aufzuheben, sobald die Ziele der Chancengleichheit und Gleichbehandlung erreicht sind.

PS: Das wird noch eine Weile dauern.

Grand Budapest Hotel (Film)

Zwischen den Weltkriegen, zwischen den Bergen, zwischen Recht und Unrecht, lebte Monsieur Gustave, der legendäre Concierge des Grand Budapest Hotels. Der Page Zero folgt ihm und lernt alles von Gustave. Neben der verrückten Erzählweise, den vielen Wendungen und den skurrilen Abenteuern ist der Extrabonus für jeden Filmfan, dass jede kleine Nebenrolle mit großen Stars besetzt wurde.

Zu diesem Film ist so viel geschrieben worden, dass ich mich damit gar nicht aufhalten will. Ich habe ihn erst drei Mal gesehen, also habe ich noch nicht alles begriffen, was er zu bieten hat. Also schaut ihn euch an.

100 min., Abenteuer, Komödie, Drama, 2014, Englisch, ab 12 J.

Regie führte Wes Anderson (Die Royal Tenenbaums)

Tony Revolori als Zero

Ralph Fiennes (auch: Harry Potter 4-8, Die Herzogin, Brügge sehen … und sterben) als M. Gustave

F. Murray Abraham (Salieri in Amadeus) als Mr. Moustafa

Adrien Brody (Der Pianist, Darjeeling Limited) als Dmitri

Willem Dafoe (Once Upon A Time In Mexico, Spiderman) als Jopling

Jeff Goldblum (Jurassic Park, Will & Grace, Independence Day) als Kovacs

Harvey Keitel (Pulp Fiction, Sister Act, From Dusk Till Dawn) als Ludwig

Jude Law (Anna Karenina, Sherlock Holmes, Das Kabinett des Dr. Parnassus) als Schriftsteller (jung)

Bill Murray (…und täglich grüßt das Murmeltier, Lost in Translation, Ghostbusters) als M. Ivan

Edward Norton (Fight Club, Frida, Hulk) als Henckels

Saoirse Ronan (The Way Back, Wer ist Hanna?, Abbitte, In meinem Himmel) als Agatha

Jason Schwarzman (Saving Mr. Banks, Darjeeling Limited) als M. Jean

Léa Seydoux (Inglourious Basterds, Die Schöne und das Biest 2014) als Clotilde

Tilda Swinton (Narnia, The Beach) als Madame D.

Tom Wilkinson (Lone Ranger, Shakespeare in Love, Batman Begins) als Schriftsteller

Owen Wilson (Midnight in Paris, Nachts im Museum) als M. Chuck

Florian Lukas (Die Gänsemagd, Tatort) als Pinky

Karl Markovics (Die Fälscher, Die Vermessung der Welt, Franz Fuchs, Mein Nestroy) als Wolf

Volker Michalowski (Inglourious Basterds, Das Leben der Anderen) als Gunther

Bob Balaban (Monuments Men, Mexican) als M. Martin

Weckerln

2015-01-08 22.37.16

Weil ich von Weckerln gesprochen habe… Selbst Brotbacken ist natürlich unverzichtbar. Was braucht man für Brot schon, außer Mehl, Wasser, Germ und …. naja eigentlich nichts.

Da Brot aber blöd zum Schneiden ist- wir sind schrecklich faul- und außerdem auch ungut zum Mitnehmen – wir essen selten Zuhause-, mache ich kein Brot, sondern Weckerln.

Und die mache ich so:

Ich nehme 500g Mehl (darf beliebig gemischt werden, wer isst denn schon immer dasselbe Brot?), ein Päckchen Trockengerm, eine Handvoll Kerne (Kürbiskerne, Sesam usw., kann man auch weglassen), zwei TL Salz, 1 TL Brotgewürz (kann man auch weglassen) und 2EL Öl (zB. Kürbiskernöl passt gut zu Kürbiskernen). Ich vermische die trockenen Zutaten immer ein bisschen miteinander bevor ich das Wasser dazugebe, nicht dass dann ganz unten in der Schüssel der Germ klebt oder so. Germteig und Wassermenge ist immer so eine Sache. Hier sollten 300 ml Wasser eigentlich gut sein. Ich mische es immer nach und nach dazu, denn der Germteig darf nicht kleben. Weder am Mixer oder den Fingern oder der Schüssel. Es muss eine Masse sein und es kann passieren, dass man da fünf Minuten verschwendet, abwechselnd etwas Wasser und etwas Mehl hinein zu kippen in der Hoffnung, dass es irgendwann passt. Ehrlich gesagt hatte ich das Problem nur am Anfang. Jetzt arbeite ich ohne Waage und mach es gleich perfekt passend nach „Gfül“.

Nun, Germteig muss man gehen lassen. Ich stelle ihn immer in die Nähe einer eingeschalteten Heizung und mache irgendetwas anderes. Mindestens eine Dreiviertelstunde braucht er aber schon. Besser eine Stunde.

Backrohr auf 200 °C vorheizen. Dann auf eine bemehlte Arbeitsfläche mit dem Teig, in 8-9 Stücke teilen und Kugeln formen. Etwas (schon wieder keine Mengenangabe) Margarine zergehen lassen. Die Teigkugeln auf das Backblech setzen und flach drücken. Mit der Margarine bepinseln. Mit einem Messer einschneiden und bei 200°C etwa 20 Minuten backen. Dann ein Weckerl herausnehmen, auseinander brechen und kosten. Je nachdem dann nochmal für 5-10 Minuten in den Ofen oder Backrohr abdrehen und auskühlen lassen.

Dieses Rezept mache ich für zwei Personen etwa jeden zweiten Tag.

Sckoko-Nuss-Aufstrich

Anti-Nutella-Nutella 2015-01-09 09.53.57Ich habe mal wieder einen netten Tag auf Facebook entdeckt: Am 5. Februar ist angeblich Nutella-Tag! Da ich keine Beweise habe, dass dem nicht so ist, werde ich euch sagen, was in einer Nutella drinnen ist: Fett und Zucker. Das ist der perfekte Start in den Tag! So lecker das Zeug auch ist, es ist unverschämt teuer. Und da ich von meiner Haselnussmilch noch so viel „Nuss-Gatsch“ übrig hatte, habe ich selbst einen Schoko-Nuss-Aufstrich gemacht. Der natürlich gar nicht wie Nutella schmeckte, aber trotzdem voll lecker. Also: die Haselnussmilch habe ich aus 100g Nüssen gemacht. Also nehme ich an, dass im Aufstrich auch etwa 100g Nüsse waren. 🙂 Ich habe zuerst ein wenig Schokolade (Koch,Back,Nikolo- was auch immer ihr grad dahabt) mit ein wenig Margarine geschmolzen. Ein wenig ist keine Mengenangabe- ja, dessen bin ich mir bewusst. Ich nehme an, es waren vielleicht 100g jeweils. In diese Flüssigkeit leert ihr dann einfach die Nüsse und rührt noch ein bisschen weiter. Wenn die Masse zu fest ist, könnt ihr ja noch etwas Margarine dazugeben. Aber eigentlich ist es eine flüssige Masse, die noch über Nacht in den Kühlschrank muss, um streichfertig zu werden. Einfach in ein Glas mit Schraubverschluss füllen und auskühlen lassen. Schmeckt großartig, gewinnt dank dem Fehlen von diversen Farb- und Zusatzstoffen aber sicher keinen Schönheitspreis! Ganz besonders gut schmeckt´s, wenn man die Weckerln auch noch selbst macht!