Camp NaNo April

Im November ist NaNoWriMo, und im April und Juli gibt es Camps.

Der Unterschied ist, dass man nicht 50.000 Wörter in einem Monat schreiben muss, sondern sich selbst eine Wortanzahl aussuchen kann. Man kann auch in Teams arbeiten und sich gegenseitig Aufgaben und Writing Sprints geben.

In diesem Video rede ich ein bisschen darüber, wie ich Writing Sprints nütze.

Hier könnt ihr mitmachen: https://www.nanowrimo.org/, mein Name dort ist Trisha14.

Man kann ein Projekt eingeben, ein Wortziel festlegen, eine Region auswählen und Writing Groups gründen. Wenn dann das Schreiben beginnt, kann man Badges verdienen.

schreibnacht.de veranstaltet immer NaNo-Spezial-Events, damit man nicht alleine schreibt, auch wenn man nicht in einer Gruppe ist!

Wochenrückblick – KW 13 – 23. bis 29. März

Diese Woche war ich nicht besonders motiviert. Es ist ein bisschen Alltag eingekehrt. Ich habe seit 10 Tagen mit niemandem mehr geredet. Das liegt vor allem daran, dass ich nicht gerne telefoniere.

Ich unterschätze die Aufträge für den einen Unikurs, der online umgesetzt wurde, noch immer. Ich verbringe meist drei ganze Arbeitstage mit dem Lesen der Texte und dem Versuch, die Fragestellungen zu bearbeiten. Wenn ich mehr Stress hätte, würde ich das bestimmt effizienter machen. Schlechter auch, aber eben schneller.

In einem Anfall von Wahnsinn habe ich am Montag beschlossen, meinen Schreibtisch umzuräumen und es war zwischenzeitlich ein Desaster. Aber jetzt schaut es besser aus und ich mag es. Ich habe dazu zwei Kisten unter meinem Bett hervorgeholt, einige Dinge darin verschwinden lassen und andere Dinge herausgeholt. Ich finde es schön, wenn ich Dinge nach Jahren wiederfinde.

Nur kurz Schreibtisch aufräumen….

Dann habe ich lange Zeit damit verbracht, mein Buch „Überbrücken“ als Hörbuch aufzunehmen. Das hat mit dem neuen Mikrofon gut funktioniert. Das Hörbuch wird über den Verlag veröffentlicht, also braucht das noch eine Weile.

Schreibtechnisch ist diese Woche nicht sehr viel weitergegangen. Minimum, würd ich sagen.

Dann habe ich Jumanji angeschaut, das echte, mit Robin Williams. Die Hunger Games und Catching Fire waren auch mal wieder dran. Und eines Abends war mir tatsächlich nach Mission Impossible: Fallout. Ich liebe Actionfilme, aber Tom Cruise ist so unsympathisch, deshalb habe ich bisher dankend verzichtet. Ich fand es nicht so spannend, hab aber schon viel Schlechteres gesehen.

Jeden Tag mache ich jetzt ein Tanz-Workout. Nicht immer nur Bauchtanzen, manchmal ist mir das zu wenig. Manchmal muss ich dabei springen und ich beneide die Nachbarn unter mir nicht.

Am Freitag habe ich endlich einen Kuchen gebacken, darauf hatte ich schon tagelang Lust (nicht unbedingt aufs Backen, aber aufs Essen). Ich esse ein oder zweimal am Tag, habe nie wirklich Lust, irgendwas zu kochen. Also esse meistens was Schnelles: Nudeln, CousCous, Toast, Salat, Tiefkühlgemüse.

Kuchen (ohne Milch und Ei, deshalb nicht besonders fluffig, aber gut)

Ich habe einige Sachen beim Gramm bestellt, das könnt ihr hier (Kosmetik, Hygiene, Lebensmittel, es gibt auch Kleidung – für Lottogewinner).

Außerdem habe ich die drei kaputten T-Shirts und die kaputte Pyjamahose endlich genäht und die Jeans gekürzt. Das sind die Dinge, die man immer aufschiebt und sich nie Zeit nimmt. Hat eh nur drei Stunden gedauert! Pff! Eine Nähmaschine kommt auch noch auf die To-Buy-Wenn-Rich-Liste!

Apropos rich! Ich schaue immer wieder den YouTube-Kanal Architectural Digest, da machen sie so Immobilienmaklertouren durch Mansions in Bel Air oder so. Also wenn ihr wirklich mal reich seit, könnt ihr euch dann um schlappe 55 Millionen Dollar so ein Haus leisten. Ich bewundere dort immer die Häuser, hole mir Sims-Inspiration und staune wie viel Hässlichkeit kostet (Die Inneneinrichtung ist meistens voll schiiiiach).

Corona-Quarantäne-Logbuch

Vor zwei Wochen habe ich mich selbst nach Hause begeben und gehe nur noch zum Einkaufen hinaus. Dass das in meiner kleinen Wohnung und mutterseelenallein manchmal kein Vergnügen ist, ist klar. Hier ist mein Output der letzten Wochen.

Am Samstag, 28. März 2020 wurde von Slam If You Can eine Online Session gestartet. Dieses Video war Teil davon, hier habt ihr es nochmal- mit Untertiteln.

Die kleine Meerjungfrau von Trisha Radda + Video

Ich liebe Märchen. Die kleine Meerjungfrau mochte ich nicht. Also die Geschichte. Ich habe als Kind den Schluss nicht verstanden. Ich wollte wissen, was eine Seele ist und mein Papa ist fast verzweifelt als er versucht hat, es mir zu erklären. Ich habe es einfach nicht verstanden.

Jedenfalls kann man ja später aus Märchen machen, was auch immer man will. Man kann sich die Liebesgeschichte raussuchen, oder die Mädels verarschen, die einem Typen hinterherrennen, der sie nicht wiedererkennt, weil sie letztes Mal eine Maske aufhatte. Was auch immer. Ich liebe ja die Sidekicks in den Disneyverfilmungen. Nur deshalb schaue ich die. Als ich acht war, habe ich den Aufbau einer Disneygeschichte verstanden gehabt- Gut, Böse, lustiger Depp, Musik. Als ich das meiner Mutter erklärte, hat sie ertappt dreingeschaut. Naja.

Hier habt ihr also meine Interpretation der kleinen Meerjungfrau. Der Text wurde in der Ö-Slam 2018-Anthologie abgedruckt, die ihr bei mir kaufen könnt.

Serie: Golden Girls

Ich habe vor einiger Zeit (vor einem Jahr vielleicht) auf YouTube zum ersten Mal die Golden Girls geschaut. Anscheinend war das eine Serie, die meine Mutter nicht geschaut hat, oder die im österreichischen Fernsehen nicht in Wiederholungen gezeigt wurde. Jedenfalls war das etwas ganz Neues für mich. Bis auf Betty White hatte ich keine Verbindung dazu.

Und ich mag es sehr. Klar, ganz viele Bemerkungen verstehe ich nicht – politische Anspielungen und diese popkulturellen Gossipsachen, die damals aktuell waren und heute nicht mehr. Aber die generellen Überthemen sind heute oft auch noch aktuell, und die Sprache finde ich witzig, der Humor ist oft gemein/sarkastisch, was ich auch sehr liebe.

Die ersten Folgen liefen 1985, das ist schon ziemlich lange her. Fast alle mitwirkenden Schauspieler*innen sind mittlerweile gestorben – außer Betty White natürlich. Die Serie brachte es auf 180 Episoden und dreht sich um vier ältere Damen, die in einer WG zusammenwohnen.

Ich weiß nicht, ob man sie gerade irgendwo streamen kann, aber auf YouTube findet ihr die wichtigsten Szenen oder sogar ganze Folgen. Auf jeden Fall solltet ihr es euch im Original-Englisch anschauen.

Häkeln – die Challenge

Ich habe immer schon gerne gehäkelt. Seit ich in etwa sieben Jahre alt war. Im Alltag geht das immer unter, ich nehme mir nie die Zeit dafür. Aber es ist doch so: Wenn ich beim Serien schauen mit dem Handy herumspiele, verpasse ich die ganze Serie. Manchmal spielt man ja Spiele, wo man nicht sofort wegschauen kann. Das ist aber blöd! Dann weiß man manchmal nicht mehr, was in der Serie passiert ist, weil man es nicht mitbekommt.

Deshalb habe ich wieder mit dem Häkeln begonnen. Beim Häkeln kann man Pause machen und Hinschauen wo man will und wann man will. Das ist praktischer. Es reduziert nicht nur die Handysucht, sondern steigert auch das Wohlbefinden.

Aber was Häkeln? Meine Mutter häkelt uns Schals und Hauben und Kuscheltiere für meinen Neffen. Dazu bräuchte ich aber Anleitungen und das wäre mir zu kompliziert und dann ist es überhaupt nicht mehr Freizeit und Entspannung. Also häkle ich kleine, 10x10cm große Flecken. Für einen so einen Fleck brauche ich etwa 20 Minuten. Kommt drauf an, wie spannend die Serie gerade ist. Und damit passt alles wieder einmal wunderbar zusammen.

Die Challenge ist jetzt: Ich häkle jeden Tag so einen Fleck. Am Ende des Jahres habe ich dann 366 Flecken. Damit geht sich eine 22×16 oder 21×17 Flecken große Decke aus. Wenn man die ganzen Flecken dann zusammenflickt. Das ist bestimmt lustig und schön. Aus einem normalen Wollknäuel bekommt man vier bis sechs solcher Flecke. Das wird ganz schön viel Wolle.

PS: Wer Wollknäuel zu Hause hat, kann sie mir gerne spenden. Ich brauche Wolle, die mit einer 5-6 Häkelnadel gehäkelt werden kann. Danke! Wolle ist in dem Fall sowieso der falsche Begriff, bis jetzt habe ich überhaupt keine echte Wolle verwendet, sondern Polyacryl mit Anteil an ägyptischer Baumwolle. Die sind dann so schön weich und kuschlig.

Bis jetzt läuft die Challenge gut. Ich konnte jeden Tag, den ich ausgelassen habe, wieder aufholen!

Wochenrückblick – KW 12 – 16. bis 22. März 2020

Da ich mir am letzten Sonntag die Challenge auferlegt habe, jeden Tag ein Video oder einen Blogbeitrag zu posten, war ich die ganze Woche über beschäftigt. Ich komme laut meinen Aufzeichnungen auf 65 Arbeitsstunden. Das ist eigentlich zu viel, aber ich habe viele verschiedene Dinge gemacht.

Arbeit

Zum einen habe ich am Montag begonnen, den Blog neu zu designen. Ich habe Videos geschnitten und vorbereitet. Damit war ich auch den ganzen Dienstag beschäftigt, weil ich ja noch nie etwas damit zu tun hatte. Am Mittwoch ist dann mein neues Mikrofon gekommen. Ich habe es sofort aufgebaut und getestet. Ich konnte einige Voiceover für Videos aufnehmen und mit dem „Hörbuch-Projekt“ beginnen. Später in der Woche habe ich dann auch begonnen, mich auf Camp NaNo April vorzubereiten. Ich habe mich nach einigem Hin und Her für ein Projekt entschieden. Ich denke, es ist möglich ein- bis zweitausend Wörter pro Tag zu schreiben, auch wenn ich den täglichen Blogpost aufrechterhalte.

Freizeit

  • Lieblings…..
  • Serie: Sleepy Hollow / The Nanny
  • Film (eigentlich Theaterstück): Die höchst beklagenswerte und gänzlich unbekannte Ehetragödie von ROMEO & JULIA. Eine Komödie von Michael Niavarani sehr lang nach William Shakespeare (gratis hier)
  • Hörbuch: Harry Potter and the Goblet of Fire
  • Podcast: Die Köpfe der Genies – Marie Curie

Tja. Meine Freizeit besteht aus Serien schauen, Hörbücher und Podcasts hören, Bücher lesen. Wenn ich einkaufen muss, mache ich eine kleine Runde, damit ich ein bisschen länger in der Sonne bin. Ich habe noch kein Computerspiel gefunden, das ich mag.

Ich habe wieder mal mit Bauchtanzen begonnen, da gibts Tutorials auf YouTube. Und mein Körper hat alles vergessen. Ich muss ganz von vorne anfangen. Nach einer halben Stunde bin ich völlig erledigt, aber es macht Spaß.

Unpacking: Ö-Slam-Anthologie 2018

PEN Österreich hat sich dankenswerterweise bereiterklärt, die Finalist*innentexte der Meisterschaft 2018 in einem Buch zusammenzufassen. Dieses Büchlein ist bei mir bestellbar und bei Slam If You Can und kostet 20 Euro.

Darin findet ihr nicht nur alle Texte des Einzelfinales, sondern auch alle Teamtexte! Kauft euer Exemplar und ihr könnt beinahe die ganze österreichische Poetry Slam Szene darin unterschreiben lassen! #challenge

Es gibt auch Beiträge vom Organisationsteam – also bin ich auch darin vertreten. 😉

Wie aufgeregt ich war, als ich die Lieferung bekam, seht ihr im Video!

Re-Post: Slam und Alkohol – Untrennbar?

Letzten Sommer habe ich einen Text für den SLAM ALPHAS Blog geschrieben. Es geht um Slam und Alkohol. Warum das für mich als Nichttrinkerin ein großes Thema ist, erfährst du, wenn du hier weiterliest: https://slamalphas.org/2019/11/alkohol-und-slam-untrennbar/

Home Office – in Zeiten von Corona

Zuhause bleiben. Das ist für mich eigentlich keine schwere Aufgabe. Ich bin es gewöhnt, viel zu Hause zu bleiben, ich mache das freiwillig. Aber im Moment kommt halt der Zwang dazu. Nur noch zum Einkaufen das Haus zu verlassen, engt extrem ein. Besonders wenn man so eine kleine Wohnung hat wie ich, ohne Balkon oder sonstige Luftholmöglichkeit.

Spazieren gehen ist die Lösung.

Ich arbeite seit Jahren meist von zu Hause aus. Wenn man selbstständig ist, verschwimmt alles – alles wird Arbeit. Ich zähle Uni, Schreiben und Slam zu meiner Arbeit. Das heißt für den Blog recherchieren und arbeiten, auch Social Media oder Lesen kann Arbeit sein. Freizeit und Arbeit vermischt sich manchmal, man kann keine klaren Grenzen ziehen, meiner Meinung nach.

Routine

Für mich war es total wichtig, eine Routine zu finden, die für mich passt. Zuerst mal muss man sich klar werden:

Wie viel kann ich arbeiten und wie viel Freizeit brauche ich?

Ich habe lange hin und her gesucht. Ich habe dann das Blocksystem entdeckt. Das wird hier genauer erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=2BKuSlstIBM .

Es geht darum, dass du eine bestimmte Zeit hast, um bestimmte Dinge zu tun. Du schaffst dir einen Stundenplan, aber keinen täglichen Stundenplan, sondern einen Allgemeinen. Ich habe zum ersten Mal mitbekommen, wie viel Zeit ich eigentlich hätte. Ich sage immer wieder: „Ach, da fang ich jetzt gar nicht mehr an, ich hab ja nur noch eine halbe Stunde!“ Und dieses Aufschieben bewirkt, das ich täglich viel Zeit verschwende, weil ich sie nicht richtig verwende.

Mit dem Blocksystem überlegt man sich einen Rhythmus. Dinge, die man jeden Tag tun muss, oder auch nur manchmal und man teilt seinen Tag in Blöcke. Man teilt die Dinge, die man macht auf unterschiedliche Blöcke auf. Zum Beispiel startet, wahrscheinlich jede*r mit einem „Morgen-Block“ – Dinge, die du nach dem Aufstehen machst. Bei mir ist das Duschen. Früher habe ich jeden Tag ein kleines Workout in der Früh gemacht, aber das passt mir jetzt nicht mehr. Anziehen, Frühstück, das wars schon. Bei mir kommt nicht mehr in der Früh dazu. Der Wecker wird gestellt- um 10h beginnt mein Arbeitstag. Bis 12.30h habe ich Zeit für diesen ersten Arbeitsblock. Meist checke ich dann meine E-Mails, schreibe meine To-Do-Listen, starte in den Tag. Um 12.30h läutet wieder der Wecker – dann weiß ich: Ich muss Küche aufräumen und Essen kochen. Und so geht es weiter. Sehr oft passiert es, dass ich den ersten Arbeitsblock verlängere, weil ich um halb eins einfach noch keinen Hunger habe und weiß, dass ich nur schnell ein Brot esse, dann muss meine Mittagspause auch nicht so lange werden.

Ihr versteht, was ich meine: Das Blocksystem sieht vor, das was man sich vornimmt und in der Zeit nicht schafft, verschiebt sich auf den nächsten Tag. Du darfst dich nicht stressen und es im nächsten Block machen. Das ist das System. Aber ich hab das halt für mich angepasst. Mit dem Blocksystem hab ich gelernt, was ich will. Und wann ich es machen will.

Dazu musste ich erst überlegen, was mir wichtig ist – Wie ich meinen Arbeitstag gestalten will:

  1. Ich habe für mich beschlossen, dass ich kein Wochenende brauch. Das bringt mich eher raus aus meinem Rhythmus, als dass es mir was bringt.
  2. Ich will mindestens 6 Stunden pro Tag voll arbeiten. 6×7 ist 42 das heißt ich habe eine normale 40 stunden-Arbeitswoche. Rein theoretisch.
  3. Ganz wichtig ist mir meine Mittagspause. Wegen meiner Augen bekomme ich oft Kopfschmerzen und um dem Vorzubeugen, leg ich mich mittags für eine halbe Stunde hin. Manchmal höre ich auch nur Hörbücher und bin wach- aber meine Augen sind zu und ruhen sich aus!
Stundenplan

Jedes Semester muss ich mein Blocksystem ein bisschen an meinen Unistundenplan anpassen- aber das ist im Moment ja wurscht! Auch bei Teamsitzungen oder anderen Besprechungen muss ich nicht körperlich anwesend sein, aber das wären Terminen, die den normalen Arbeitstag durcheinanderbringen würden. Dank dem Blocksystem kann das aber angepasst werden. Wenn ich einen Block auf den nächsten Tag verschieben muss, heißt das nicht, dass ich alle anderen Blöcke auch verschieben muss. Und wenn ich um 13h nachhause komme, weiß ich, dass ich noch die Mittagspause habe, um anzukommen, und dann um 15h wird wieder brav weitergearbeitet.

Tracking – Was mache ich tatsächlich?

Mein größtes Problem war, meine Tätigkeiten zu tracken. Wie viel mache ich wirklich- oder warum mache ich manchmal sowenig, warum ist der Tag schon wieder um- was hab ich in der Zeit eigentlich gemacht?

Ich habe lange versucht, das händisch aufzuschreiben, und bin nicht zufrieden gewesen. Weil viele Sachen die ich mache, kann man nicht nachweisen – es gibt kein eindeutiges Ergebnis. Wenn man drei Kapitel schreibt und dann zwei davon wieder löscht, heißt das ja nicht, dass man nur ein Kapitel geschrieben hat.

Die Lösung war die ganze Zeit vor meiner Nase. Ich nehme dazu jetzt den stinknormalen Kalender, der auf meinem Mac installiert war. Ich verwende meine Bullet Journal als Kalender, und hab einige Termine noch zusätzlich im Handy. Den Kalender am Computer hab ich bis jetzt gar nicht verwendet. Dabei ist er die Lösung! Ich kann in verschiedenen Farben planen und dann verschieben, was ich tatsächlich gemacht habe. Rot und blau ist Arbeit, grün und gelb ist Freizeit. Ich kann es mir einzeln anzeigen lassen, für einen Tag oder die ganze Woche. Wie ich will. Ich kann nachträglich Dinge streichen und hinzufügen oder eben zeitlich verschieben. Und kann alles so genau reinschreiben wie ich will.

Ich habe mein Blocksystem im Wesentlichen seit einem Jahr, ändere es aber alle paar Monate ab, wenn ich das Gefühl habe, irgendwas passt nicht mehr. Wenn du wissen willst, wie genau das aussieht, dann schau das dazupassende Video an.

Finde deinen eigenen Rhythmus!

Und es muss dein eigener Rhythmus sein. Es bringt nichts, sich zu Sachen zu zwingen, die nicht funktionieren. Natürlich muss man sich an Abläufe gewöhnen. Das heißt, wenn ihr was Neues ausprobiert: nicht nach einem Tag aufgeben. Einfach noch mal drüber nachdenken: Was genau passt für mich daran jetzt gar nicht und wie kann ich es verändern?

Wenn wir den Plan und die tatsächlich passierte Arbeit vergleichen, dann schaut das alles sehr anders aus. Aber das ist okay.

Der Plan ist ja nur ein Plan!!

Ich kann mich daran orientieren, bis ich was finde, was besser passt. Das man weiß, da ist eine Struktur, falls ich sie brauche. Wenn ich selbst gut zurecht komm, umso besser.

Und mit dem Tracken muss man ehrlich sein. Ehrlich mit sich selbst!! Und wenn dann da steht, dass ich den ganzen Tag im Bett herumgelegen bin, dann war da keine Motivation, und wenn ich das im Kalender seh, dann krieg ich ein schlechtes Gewissen- aber nicht zu sehr. Weil ich ganz genau weiß, dass da morgen wieder ein Tag beginnt, an dem ich ganz viel machen kann. Ich habe keinen Stress, ich hab einen Plan.

Viel Spaß bei eurem Stay at home office, was auch immer ihr macht!